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title: "Schutzimpfungen nach GOÄ abrechnen: Ziffern 375 bis 378 | KAD"
description: GOÄ-Ziffern 375 bis 378 für Schutzimpfungen kompakt erklärt ✓ Relevante Hinweise für die sichere Privatabrechnung in der Praxis nutzen ► Jetzt informieren
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[Jannick Gräf](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/author/jannick-graef) 24.10.25, 08:43

# GOÄ-Ziffern 375, 376, 377 und 378: Schutzimpfungen richtig abrechnen

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Zuletzt aktualisiert: 28.10.26

Bei der Abrechnung von Schutzimpfungen nach GOÄ stellen sich häufig Fragen: Welche der **GOÄ-Ziffern 375 bis 378** ist die richtige? Wann dürfen Beratung und Untersuchung zusätzlich berechnet werden? Und was gilt bei mehreren Impfungen oder den Impfstoffkosten? Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Abrechnungsregeln, Besonderheiten und möglichen Fallstricke anhand konkreter Praxisbeispiele.

 

## Das Wichtigste in Kürze

- **Welche GOÄ-Ziffer gilt?** Die GOÄ-Ziffer 375 gilt für Impfungen mittels Injektion, 376 für orale Impfungen, 377 für zusätzliche Injektionen bei Parallelimpfungen und 378 für die gleichzeitige aktive und passive Tetanusimpfung.
- **Wann ist eine Beratung zusätzlich berechnungsfähig?** Die GOÄ-Ziffer 1 kann neben GOÄ-Ziffer 375 berechnet werden. Neben den GOÄ-Ziffern 376 bis 378 ist sie grundsätzlich ausgeschlossen. Bei einem anderen Beratungsanlass erfolgt nach unserer Erfahrung mit entsprechender Begründung dennoch eine Erstattung durch Kostenträger.
- **Was ist bei Mehrfachimpfungen und Impfstoffkosten zu beachten?** Kombinationsimpfstoffe rechtfertigen keinen mehrfachen Ansatz der GOÄ-Ziffer 375. Von der Praxis beschaffte Impfstoffe können als Auslagen berechnet werden. Impfpass-Einträge und erforderliche Nachbeobachtungen sind bereits enthalten.

 

## **Welche GOÄ-Ziffer gilt für welche Schutzimpfung?**

Die GOÄ unterscheidet zwischen Impfungen mittels Injektion, oralen Impfungen, zusätzlichen Injektionen bei Parallelimpfungen und der gleichzeitigen aktiven und passiven Tetanusimpfung. Die folgende Übersicht zeigt die jeweiligen Gebühren beim 2,3-fachen Satz.

| GOÄ-Ziffer | Impfleistung | 2,3-facher Satz | Abrechnungshinweis |
| --- | --- | --- | --- |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € | Gegebenenfalls einschließlich Eintragung in den Impfpass |
| 376 | Schutzimpfung (oral) | 10,72 € | Einschließlich Impfberatung |
| 377 | Zusatzinjektion bei Parallelimpfung | 6,70 € | Zusätzliche Injektion neben einer ersten Impfung mittels Injektion |
| 378 | Gleichzeitige passive und aktive Impfung gegen Wundstarrkrampf | 16,09 € | Eigene Gebührenposition für die Tetanus-Simultanimpfung |

**Wichtig für die Abrechnung:** Impfstoffkosten sind darin nicht enthalten und können unter den Voraussetzungen des § 10 GOÄ zusätzlich als Auslagen berechnet werden.

 

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## **Wann sind Beratung und Untersuchung zusätzlich berechnungsfähig?**

 

### **Beratung neben GOÄ-Ziffer 375**

Neben der GOÄ-Ziffer 375 kann die GOÄ-Ziffer 1 für eine tatsächlich erbrachte Beratung zusätzlich berechnet werden.

Dazu zählt beispielsweise eine ärztliche Beratung über die Schutzimpfung, mögliche Nebenwirkungen oder weitere medizinische Fragen im Zusammenhang mit der Impfung.

 

### **Beratung neben den GOÄ-Ziffern 376, 377 und 378**

Neben den GOÄ-Ziffern 376, 377 und 378 ist die GOÄ-Ziffer 1 laut GOÄ nicht zusätzlich berechnungsfähig. Eine gesonderte Berechnung der Impfberatung ist bei diesen Leistungen ausgeschlossen.

Aus der KAD-Abrechnungspraxis: Nach unserer Erfahrung wird die [GOÄ-Ziffer 1](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/beratungsleistungen) von Kostenträgern dennoch zusätzlich erstattet, wenn eine eigenständige Beratung aus einem anderen medizinischen Grund erfolgt, beispielsweise zum Ausschluss eines Infekts.

**Wichtig:** Der zusätzliche Beratungsanlass sollte nachvollziehbar dokumentiert und auf der Rechnung begründet werden, beispielsweise mit „z. A. Infekt“.

 

### **Untersuchung vor einer Impfung**

Wird vor einer Schutzimpfung eine medizinisch erforderliche, symptombezogene Untersuchung durchgeführt, kann die [GOÄ-Ziffer 5](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/goae-ziffer-5) zusätzlich berechnungsfähig sein.

Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um bei bestehenden Beschwerden einen akuten Infekt auszuschließen und die Impffähigkeit der Patient:innen festzustellen.

 

## **Wie werden mehrere Impfungen bei einem Termin abgerechnet?**

Bei mehreren Schutzimpfungen an einem Behandlungstag ist entscheidend, ob ein Kombinationsimpfstoff oder mehrere eigenständige Impfungen verabreicht werden.

 

### **Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff**

Wird ein Kombinationsimpfstoff verabreicht, der gleichzeitig vor mehreren Erkrankungen schützt, ist die GOÄ-Ziffer 375 nur einmal berechnungsfähig.

Beispielsweise wird bei einer kombinierten Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis mit einer einzigen Injektion die GOÄ-Ziffer 375 einmal angesetzt.

Die Anzahl der enthaltenen Impfstoffkomponenten begründet keinen mehrfachen Ansatz der Impfleistung.

 

### **Zwei Impfungen mittels Injektion**

Werden bei einem Termin zwei unterschiedliche Schutzimpfungen mittels Injektion durchgeführt, können die GOÄ-Ziffern 375 und 377 nebeneinander berechnet werden.

 

### **Orale Impfung und zusätzliche Impfung mittels Injektion**

Wird eine orale Schutzimpfung zusammen mit einer intramuskulären oder subkutanen Impfung durchgeführt, können die GOÄ-Ziffern 376 und 375 nebeneinander berechnet werden.

Die GOÄ-Ziffer 377 ist in dieser Konstellation nicht zutreffend, da es sich um die erste Injektion und nicht um eine Zusatzinjektion handelt.

 

### **Gleichzeitige aktive und passive Tetanusimpfung**

Für die gleichzeitige aktive und passive Immunisierung gegen Wundstarrkrampf ist die GOÄ-Ziffer 378 vorgesehen.

Diese Simultanimpfung darf nicht durch eine Kombination der GOÄ-Ziffern 375 und 377 abgerechnet werden.

 

## **Wie werden Impfstoffkosten nach GOÄ berechnet?**

Neben den ärztlichen Impfleistungen können Impfstoffkosten unter den Voraussetzungen des § 10 GOÄ als [Auslagen](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/sachkosten-auslagen-goae) berechnet werden.

Dabei ist entscheidend, auf welchem Weg der Impfstoff beschafft wurde.

 

### **Impfstoffkosten als Auslage**

Hat die Praxis den Impfstoff selbst kostenpflichtig beschafft und bei Patient:innen angewendet, können die tatsächlich entstandenen Kosten grundsätzlich als Auslage berechnet werden.

Dabei gelten folgende Grundsätze:

- Es dürfen nur die tatsächlich entstandenen, berechnungsfähigen Impfstoffkosten angesetzt werden.
- Rabatte und Preisnachlässe müssen berücksichtigt und weitergegeben werden.
- Eine pauschale Berechnung von Impfstoffkosten ist nicht zulässig.

Wird der Impfstoff dagegen auf Privatrezept verordnet und von Patient:innen selbst beschafft, entstehen der Praxis keine eigenen Impfstoffkosten, die sie zusätzlich in Rechnung stellen könnte.

**Besonderheit bei COVID-19-Impfstoffen:** Hier ist zwischen kostenfrei bereitgestellten Impfstoffen und regulär kostenpflichtig beschafften Impfstoffen zu unterscheiden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag [COVID-19-Impfstoff: Wer zahlt bei Privatpatient:innen?](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/covid-19-impfstoff-privatpatienten).

 

### **Wann ist ein Beleg für Impfstoffkosten erforderlich?**

Übersteigt die einzelne Auslage 25,56 €, muss der Rechnung gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 5 GOÄ ein Beleg oder sonstiger Nachweis beigefügt werden.

Entscheidend ist dabei die Höhe der einzelnen Auslage und nicht die Gesamtsumme mehrerer Impfstoffe.

**Beispiel:** Werden zwei Impfstoffe mit jeweils 20 € als Auslage berechnet, entsteht allein durch die Gesamtsumme von 40 € keine Belegpflicht nach dieser Vorschrift. Wird dagegen ein einzelner Impfstoff mit 40 € berechnet, muss ein entsprechender Nachweis beigefügt werden.

Unabhängig von der Belegpflicht müssen Art und Betrag der Auslagen auf der Rechnung angegeben werden.

 

### **Welche Verbrauchsmaterialien dürfen nicht zusätzlich berechnet werden?**

Nicht sämtliche im Zusammenhang mit einer Schutzimpfung entstehenden Materialkosten dürfen gesondert berechnet werden.

Nach **§ 10 Abs. 2 GOÄ** sind unter anderem folgende Materialien bereits mit der ärztlichen Gebühr abgegolten:

- Einmalspritzen und Einmalkanülen
- Einmalhandschuhe
- Desinfektionsmittel
- Mulltupfer und Schnellverbandmaterial

Eine zusätzliche Berechnung dieser Materialien oder einer allgemeinen Materialpauschale ist nicht zulässig.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag [Sachkosten und Auslagen nach GOÄ richtig berechnen](https://www.koelner-abrechnungsdienst.de/blog/sachkosten-auslagen-goae).

 

## **Was gilt für Impfpass und Nachbeobachtung?**

 

### **Eintragung in den Impfpass**

Die Eintragung einer durchgeführten Schutzimpfung in den Impfpass ist mit den GOÄ-Ziffern 375 bis 378 bereits abgegolten.

Für die Dokumentation der durchgeführten Impfung darf deshalb nicht zusätzlich die GOÄ-Ziffer 70 berechnet werden.

Wird dagegen ein neuer Impfpass ausgestellt, kann hierfür die GOÄ-Ziffer 70 berechnungsfähig sein, sofern eine eigenständige Bescheinigungsleistung erbracht wird.

 

### **Nachbeobachtung nach einer Impfung**

Erforderliche Nachbeobachtungen am Tag der Schutzimpfung sind nach der GOÄ bereits Bestandteil der Impfleistung. Für die reine Nachbeobachtung darf daher keine zusätzliche Gebühr berechnet werden.

Werden aufgrund von Beschwerden oder Komplikationen weitere eigenständige ärztliche Leistungen erforderlich, ist deren Berechnungsfähigkeit gesondert zu beurteilen.

 

## **Praxisbeispiele zur GOÄ-Abrechnung von Impfungen**

Die folgenden Beispiele zeigen typische Abrechnungskonstellationen. Sämtliche Gebühren werden mit dem **2,3-fachen Satz** berechnet.

Die Beispiele setzen voraus, dass alle genannten Leistungen tatsächlich erbracht wurden und die jeweiligen Abrechnungsvoraussetzungen erfüllt sind. Impfstoffkosten sind in den dargestellten Beispielen nicht enthalten.

 

### **Beispiel 1: Schutzimpfung mit Beratung und Untersuchung**

Vor einer Schutzimpfung mittels Injektion erfolgen eine ärztliche Beratung sowie eine medizinisch erforderliche symptombezogene Untersuchung 

| GOÄ-Ziffer | Leistung | Betrag |
| --- | --- | --- |
| 1 | Beratung | 10,72 € |
| 5 | Symptombezogene Untersuchung | 10,72 € |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € |
| Gesamtbetrag |  | 32,16 € |

 

### **Beispiel 2: Zwei Impfungen mittels Injektion**

Bei einem Termin werden zwei unterschiedliche Schutzimpfungen mittels Injektion durchgeführt. Für die erste Impfung kommt die GOÄ-Ziffer 375 und für die zusätzliche Injektion die GOÄ-Ziffer 377 infrage.

| GOÄ-Ziffer | Leistung | Betrag |
| --- | --- | --- |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € |
| 377 | Zusatzinjektion bei Parallelimpfung | 6,70 € |
| Gesamtbetrag |  | 17,42 € |

 

**Abrechnungshinweis:** Die GOÄ-Ziffer 377 kann bei mehreren Schutzimpfungen innerhalb derselben Sitzung **für jede zusätzliche Injektion erneut berechnet werden**. Sie ist nicht auf einen einmaligen Ansatz begrenzt.

 

Wird zusätzlich eine berechnungsfähige Beratung erbracht, kann es günstiger sein, auf die GOÄ-Ziffer 377 zu verzichten und stattdessen die GOÄ-Ziffer 1 anzusetzen.

| GOÄ-Ziffer | Leistung | Betrag |
| --- | --- | --- |
| 1 | Beratung | 10,72 € |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € |
| Gesamtbetrag |  | 21,44 € |

 

Nach unserer Abrechnungserfahrung wird die GOÄ-Ziffer 1 mit entsprechender Begründung von Kostenträgern zusätzlich erstattet.

| GOÄ-Ziffer | Leistung | Betrag |
| --- | --- | --- |
| 1 | Beratung, z. A. Infekt | 10,72 € |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € |
| 377 | Zusatzinjektion bei Parallelimpfung | 6,70 € |
| Gesamtbetrag |  | 28,14 € |

**Wichtig:** Der eigenständige Beratungsanlass sollte nachvollziehbar dokumentiert und auf der Rechnung begründet werden, beispielsweise mit „z. A. Infekt“.

 

### **Beispiel 3: Orale Impfung und Impfung mittels Injektion**

Bei einem Termin werden eine orale Schutzimpfung und eine weitere Schutzimpfung mittels Injektion durchgeführt.

| GOÄ-Ziffer | Leistung | Betrag |
| --- | --- | --- |
| 375 | Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) | 10,72 € |
| 376 | Schutzimpfung (oral) | 10,72 € |
| Gesamtbetrag |  | 21,44 € |

 

## **Was gilt bei Reiseschutzimpfungen für gesetzlich und privat versicherten Patient?**

 

### **Gesetzlich versicherte Patient (GKV)**

Reiseschutzimpfungen sind nicht automatisch eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ob die Kosten übernommen werden, hängt insbesondere vom Reiseanlass, der jeweiligen Impfung und den Leistungen der Krankenkasse ab.

Nach § 20i SGB V kann ein gesetzlicher Leistungsanspruch bestehen, wenn der Auslandsaufenthalt beruflich oder durch eine Ausbildung bedingt ist. Auch bei einem besonderen öffentlichen Interesse, beispielsweise zur Verhinderung der Einschleppung bestimmter Infektionskrankheiten, kann eine Kostenübernahme vorgesehen sein. Maßgeblich sind die Vorgaben der Schutzimpfungs-Richtlinie.

**Bei privaten Urlaubsreisen** übernehmen viele Krankenkassen bestimmte Reiseschutzimpfungen als freiwillige Satzungsleistung. Je nach Krankenkasse und regionaler Vereinbarung erfolgt die Abrechnung direkt über die GKV oder zunächst privat mit anschließender Kostenerstattung.

**Abrechnungshinweis:** Vor der Impfung sollten die Kostenübernahme und der vorgesehene Abrechnungsweg geklärt werden. Liegt keine entsprechende Kassenleistung vor, kann die Schutzimpfung als [individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)](https://lexikon.koelner-abrechnungsdienst.de/igel-leistungen-abrechnen/) nach GOÄ abgerechnet werden. Vor Behandlungsbeginn sind die Patient:innen über die voraussichtlichen Kosten zu informieren und die Privatbehandlung schriftlich zu vereinbaren.

 

### **Privat versicherte Patient (PKV)**

Bei privat versicherten Patient werden Reiseschutzimpfungen grundsätzlich nach GOÄ abgerechnet. Ob die private Krankenversicherung die Kosten für die ärztliche Impfleistung und den Impfstoff erstattet, hängt vom individuellen Versicherungstarif ab.

Viele private Krankenversicherungen orientieren sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Reisemedizinisch erforderliche Schutzimpfungen sind jedoch nicht in jedem Tarif enthalten. Dies kann auch dann gelten, wenn die Impfung von der STIKO empfohlen wird.

**Abrechnungshinweis:** Privat versicherte Patient:innen erhalten eine Rechnung nach GOÄ, die sie bei ihrer Krankenversicherung zur Erstattung einreichen können. Bei Reiseschutzimpfungen empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz vorab zu klären, um mögliche Eigenkosten transparent zu machen.

 

## **Fazit: Schutzimpfungen nach GOÄ richtig abrechnen**

Für eine korrekte Abrechnung von Schutzimpfungen ist die Auswahl der passenden GOÄ-Ziffern 375 bis 378 entscheidend. Besonders bei mehreren Impfungen, zusätzlichen Beratungs- und Untersuchungsleistungen sowie Impfstoffkosten müssen die jeweiligen Abrechnungsvoraussetzungen beachtet werden.

Mit einer sorgfältigen Dokumentation und der richtigen Anwendung der GOÄ lassen sich Abrechnungsfehler vermeiden und berechnungsfähige Honorare vollständig ausschöpfen.

 

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## **Häufige Fragen zur GOÄ-Abrechnung von Schutzimpfungen**

 

### Wie hoch sind die Kosten für eine Schutzimpfung mit GOÄ-Ziffer 375?

Die **GOÄ-Ziffer 375 beträgt beim 2,3-fachen Satz 10,72 Euro**. Beim einfachen Satz werden 4,66 Euro und beim 3,5-fachen Satz 16,32 Euro berechnet. Zusätzlich können berechnungsfähige Impfstoffkosten sowie gegebenenfalls weitere ärztliche Leistungen wie Beratung oder Untersuchung hinzukommen.

### Welche GOÄ-Ziffer wird für eine Grippeimpfung verwendet?

Eine Grippeschutzimpfung mittels intramuskulärer oder subkutaner Injektion wird nach **GOÄ-Ziffer 375** abgerechnet. Das gilt beispielsweise auch für eine Pneumokokken-Impfung. Werden beide Impfungen bei einem Termin mittels separater Injektionen durchgeführt, kann für die zusätzliche Injektion die GOÄ-Ziffer 377 berechnungsfähig sein.

### Was beinhaltet die GOÄ-Ziffer 375?

Die **GOÄ-Ziffer 375 umfasst die Durchführung einer intramuskulären oder subkutanen Schutzimpfung**, gegebenenfalls einschließlich der Eintragung in den Impfpass. Auch erforderliche Nachbeobachtungen am Impftag sind bereits enthalten. Eine zusätzlich erbrachte Beratung nach GOÄ-Ziffer 1 kann unter Beachtung der Abrechnungsvoraussetzungen gesondert berechnungsfähig sein.

### Kann ich die GOÄ-Ziffer 375 steigern?

Ja, die **GOÄ-Ziffer 375 kann grundsätzlich bis zum 3,5-fachen Satz gesteigert werden**. Eine Überschreitung des 2,3-fachen Satzes erfordert jedoch eine nachvollziehbare, leistungsbezogene Begründung, beispielsweise aufgrund einer besonderen Schwierigkeit oder eines erhöhten Zeitaufwands. Beim 3,5-fachen Satz beträgt die Gebühr 16,32 Euro.

### Welche Impfungen zahlt die private Krankenkasse?

Welche Schutzimpfungen die private Krankenversicherung erstattet, richtet sich nach dem vereinbarten Versicherungsschutz. Auch bei einer STIKO-Empfehlung sollte geprüft werden, ob die jeweilige Impfung für die versicherte Person vom Tarif umfasst ist. Das gilt beispielsweise für Grippe- und Pneumokokken-Impfungen. Bei Reiseimpfungen oder unklarem Leistungsumfang empfiehlt sich eine vorherige Klärung mit dem Versicherer.

 

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Jannick Gräf ist Experte für Privatabrechnung nach GOÄ und UV-GOÄ beim Kölner Abrechnungsdienst Heiartz & Vogel oHG. Seit mehr als acht Jahren prüft und optimiert er täglich privatärztliche Abrechnungen.

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  "text" : "Zuletzt aktualisiert: 28.10.26 Bei der Abrechnung von Schutzimpfungen nach GOÄ stellen sich häufig Fragen: Welche der GOÄ-Ziffern 375 bis 378 ist die richtige? Wann dürfen Beratung und Untersuchung zusätzlich berechnet werden? Und was gilt bei mehreren Impfungen oder den Impfstoffkosten? Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Abrechnungsregeln, Besonderheiten und möglichen Fallstricke anhand konkreter Praxisbeispiele. Das Wichtigste in Kürze Welche GOÄ-Ziffer gilt? Die GOÄ-Ziffer 375 gilt für Impfungen mittels Injektion, 376 für orale Impfungen, 377 für zusätzliche Injektionen bei Parallelimpfungen und 378 für die gleichzeitige aktive und passive Tetanusimpfung. Wann ist eine Beratung zusätzlich berechnungsfähig? Die GOÄ-Ziffer 1 kann neben GOÄ-Ziffer 375 berechnet werden. Neben den GOÄ-Ziffern 376 bis 378 ist sie grundsätzlich ausgeschlossen. Bei einem anderen Beratungsanlass erfolgt nach unserer Erfahrung mit entsprechender Begründung dennoch eine Erstattung durch Kostenträger. Was ist bei Mehrfachimpfungen und Impfstoffkosten zu beachten? Kombinationsimpfstoffe rechtfertigen keinen mehrfachen Ansatz der GOÄ-Ziffer 375. Von der Praxis beschaffte Impfstoffe können als Auslagen berechnet werden. Impfpass-Einträge und erforderliche Nachbeobachtungen sind bereits enthalten. Welche GOÄ-Ziffer gilt für welche Schutzimpfung? Die GOÄ unterscheidet zwischen Impfungen mittels Injektion, oralen Impfungen, zusätzlichen Injektionen bei Parallelimpfungen und der gleichzeitigen aktiven und passiven Tetanusimpfung. Die folgende Übersicht zeigt die jeweiligen Gebühren beim 2,3-fachen Satz. GOÄ-Ziffer Impfleistung 2,3-facher Satz Abrechnungshinweis 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € Gegebenenfalls einschließlich Eintragung in den Impfpass 376 Schutzimpfung (oral) 10,72 € Einschließlich Impfberatung 377 Zusatzinjektion bei Parallelimpfung 6,70 € Zusätzliche Injektion neben einer ersten Impfung mittels Injektion 378 Gleichzeitige passive und aktive Impfung gegen Wundstarrkrampf 16,09 € Eigene Gebührenposition für die Tetanus-Simultanimpfung Wichtig für die Abrechnung: Impfstoffkosten sind darin nicht enthalten und können unter den Voraussetzungen des § 10 GOÄ zusätzlich als Auslagen berechnet werden. GOÄ-Wissen direkt in Ihr Postfach Erhalten Sie einmal im Monat aktuelle Fachbeiträge, praktische Abrechnungstipps und wichtige Entwicklungen rund um GOÄ und Privatabrechnung direkt per E-Mail. Wann sind Beratung und Untersuchung zusätzlich berechnungsfähig? Beratung neben GOÄ-Ziffer 375 Neben der GOÄ-Ziffer 375 kann die GOÄ-Ziffer 1 für eine tatsächlich erbrachte Beratung zusätzlich berechnet werden. Dazu zählt beispielsweise eine ärztliche Beratung über die Schutzimpfung, mögliche Nebenwirkungen oder weitere medizinische Fragen im Zusammenhang mit der Impfung. Beratung neben den GOÄ-Ziffern 376, 377 und 378 Neben den GOÄ-Ziffern 376, 377 und 378 ist die GOÄ-Ziffer 1 laut GOÄ nicht zusätzlich berechnungsfähig. Eine gesonderte Berechnung der Impfberatung ist bei diesen Leistungen ausgeschlossen. Aus der KAD-Abrechnungspraxis: Nach unserer Erfahrung wird die GOÄ-Ziffer 1 von Kostenträgern dennoch zusätzlich erstattet, wenn eine eigenständige Beratung aus einem anderen medizinischen Grund erfolgt, beispielsweise zum Ausschluss eines Infekts. Wichtig: Der zusätzliche Beratungsanlass sollte nachvollziehbar dokumentiert und auf der Rechnung begründet werden, beispielsweise mit „z. A. Infekt“. Untersuchung vor einer Impfung Wird vor einer Schutzimpfung eine medizinisch erforderliche, symptombezogene Untersuchung durchgeführt, kann die GOÄ-Ziffer 5 zusätzlich berechnungsfähig sein. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um bei bestehenden Beschwerden einen akuten Infekt auszuschließen und die Impffähigkeit der Patient:innen festzustellen. Wie werden mehrere Impfungen bei einem Termin abgerechnet? Bei mehreren Schutzimpfungen an einem Behandlungstag ist entscheidend, ob ein Kombinationsimpfstoff oder mehrere eigenständige Impfungen verabreicht werden. Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff Wird ein Kombinationsimpfstoff verabreicht, der gleichzeitig vor mehreren Erkrankungen schützt, ist die GOÄ-Ziffer 375 nur einmal berechnungsfähig. Beispielsweise wird bei einer kombinierten Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis mit einer einzigen Injektion die GOÄ-Ziffer 375 einmal angesetzt. Die Anzahl der enthaltenen Impfstoffkomponenten begründet keinen mehrfachen Ansatz der Impfleistung. Zwei Impfungen mittels Injektion Werden bei einem Termin zwei unterschiedliche Schutzimpfungen mittels Injektion durchgeführt, können die GOÄ-Ziffern 375 und 377 nebeneinander berechnet werden. Orale Impfung und zusätzliche Impfung mittels Injektion Wird eine orale Schutzimpfung zusammen mit einer intramuskulären oder subkutanen Impfung durchgeführt, können die GOÄ-Ziffern 376 und 375 nebeneinander berechnet werden. Die GOÄ-Ziffer 377 ist in dieser Konstellation nicht zutreffend, da es sich um die erste Injektion und nicht um eine Zusatzinjektion handelt. Gleichzeitige aktive und passive Tetanusimpfung Für die gleichzeitige aktive und passive Immunisierung gegen Wundstarrkrampf ist die GOÄ-Ziffer 378 vorgesehen. Diese Simultanimpfung darf nicht durch eine Kombination der GOÄ-Ziffern 375 und 377 abgerechnet werden. Wie werden Impfstoffkosten nach GOÄ berechnet? Neben den ärztlichen Impfleistungen können Impfstoffkosten unter den Voraussetzungen des § 10 GOÄ als Auslagen berechnet werden. Dabei ist entscheidend, auf welchem Weg der Impfstoff beschafft wurde. Impfstoffkosten als Auslage Hat die Praxis den Impfstoff selbst kostenpflichtig beschafft und bei Patient:innen angewendet, können die tatsächlich entstandenen Kosten grundsätzlich als Auslage berechnet werden. Dabei gelten folgende Grundsätze: Es dürfen nur die tatsächlich entstandenen, berechnungsfähigen Impfstoffkosten angesetzt werden. Rabatte und Preisnachlässe müssen berücksichtigt und weitergegeben werden. Eine pauschale Berechnung von Impfstoffkosten ist nicht zulässig. Wird der Impfstoff dagegen auf Privatrezept verordnet und von Patient:innen selbst beschafft, entstehen der Praxis keine eigenen Impfstoffkosten, die sie zusätzlich in Rechnung stellen könnte. Besonderheit bei COVID-19-Impfstoffen: Hier ist zwischen kostenfrei bereitgestellten Impfstoffen und regulär kostenpflichtig beschafften Impfstoffen zu unterscheiden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag COVID-19-Impfstoff: Wer zahlt bei Privatpatient:innen?. Wann ist ein Beleg für Impfstoffkosten erforderlich? Übersteigt die einzelne Auslage 25,56 €, muss der Rechnung gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 5 GOÄ ein Beleg oder sonstiger Nachweis beigefügt werden. Entscheidend ist dabei die Höhe der einzelnen Auslage und nicht die Gesamtsumme mehrerer Impfstoffe. Beispiel: Werden zwei Impfstoffe mit jeweils 20 € als Auslage berechnet, entsteht allein durch die Gesamtsumme von 40 € keine Belegpflicht nach dieser Vorschrift. Wird dagegen ein einzelner Impfstoff mit 40 € berechnet, muss ein entsprechender Nachweis beigefügt werden. Unabhängig von der Belegpflicht müssen Art und Betrag der Auslagen auf der Rechnung angegeben werden. Welche Verbrauchsmaterialien dürfen nicht zusätzlich berechnet werden? Nicht sämtliche im Zusammenhang mit einer Schutzimpfung entstehenden Materialkosten dürfen gesondert berechnet werden. Nach § 10 Abs. 2 GOÄ sind unter anderem folgende Materialien bereits mit der ärztlichen Gebühr abgegolten: Einmalspritzen und Einmalkanülen Einmalhandschuhe Desinfektionsmittel Mulltupfer und Schnellverbandmaterial Eine zusätzliche Berechnung dieser Materialien oder einer allgemeinen Materialpauschale ist nicht zulässig. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Sachkosten und Auslagen nach GOÄ richtig berechnen. Was gilt für Impfpass und Nachbeobachtung? Eintragung in den Impfpass Die Eintragung einer durchgeführten Schutzimpfung in den Impfpass ist mit den GOÄ-Ziffern 375 bis 378 bereits abgegolten. Für die Dokumentation der durchgeführten Impfung darf deshalb nicht zusätzlich die GOÄ-Ziffer 70 berechnet werden. Wird dagegen ein neuer Impfpass ausgestellt, kann hierfür die GOÄ-Ziffer 70 berechnungsfähig sein, sofern eine eigenständige Bescheinigungsleistung erbracht wird. Nachbeobachtung nach einer Impfung Erforderliche Nachbeobachtungen am Tag der Schutzimpfung sind nach der GOÄ bereits Bestandteil der Impfleistung. Für die reine Nachbeobachtung darf daher keine zusätzliche Gebühr berechnet werden. Werden aufgrund von Beschwerden oder Komplikationen weitere eigenständige ärztliche Leistungen erforderlich, ist deren Berechnungsfähigkeit gesondert zu beurteilen. Praxisbeispiele zur GOÄ-Abrechnung von Impfungen Die folgenden Beispiele zeigen typische Abrechnungskonstellationen. Sämtliche Gebühren werden mit dem 2,3-fachen Satz berechnet. Die Beispiele setzen voraus, dass alle genannten Leistungen tatsächlich erbracht wurden und die jeweiligen Abrechnungsvoraussetzungen erfüllt sind. Impfstoffkosten sind in den dargestellten Beispielen nicht enthalten. Beispiel 1: Schutzimpfung mit Beratung und Untersuchung Vor einer Schutzimpfung mittels Injektion erfolgen eine ärztliche Beratung sowie eine medizinisch erforderliche symptombezogene Untersuchung GOÄ-Ziffer Leistung Betrag 1 Beratung 10,72 € 5 Symptombezogene Untersuchung 10,72 € 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € Gesamtbetrag 32,16 € Beispiel 2: Zwei Impfungen mittels Injektion Bei einem Termin werden zwei unterschiedliche Schutzimpfungen mittels Injektion durchgeführt. Für die erste Impfung kommt die GOÄ-Ziffer 375 und für die zusätzliche Injektion die GOÄ-Ziffer 377 infrage. GOÄ-Ziffer Leistung Betrag 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € 377 Zusatzinjektion bei Parallelimpfung 6,70 € Gesamtbetrag 17,42 € Abrechnungshinweis: Die GOÄ-Ziffer 377 kann bei mehreren Schutzimpfungen innerhalb derselben Sitzung für jede zusätzliche Injektion erneut berechnet werden. Sie ist nicht auf einen einmaligen Ansatz begrenzt. Wird zusätzlich eine berechnungsfähige Beratung erbracht, kann es günstiger sein, auf die GOÄ-Ziffer 377 zu verzichten und stattdessen die GOÄ-Ziffer 1 anzusetzen. GOÄ-Ziffer Leistung Betrag 1 Beratung 10,72 € 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € Gesamtbetrag 21,44 € Nach unserer Abrechnungserfahrung wird die GOÄ-Ziffer 1 mit entsprechender Begründung von Kostenträgern zusätzlich erstattet. GOÄ-Ziffer Leistung Betrag 1 Beratung, z. A. Infekt 10,72 € 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € 377 Zusatzinjektion bei Parallelimpfung 6,70 € Gesamtbetrag 28,14 € Wichtig: Der eigenständige Beratungsanlass sollte nachvollziehbar dokumentiert und auf der Rechnung begründet werden, beispielsweise mit „z. A. Infekt“. Beispiel 3: Orale Impfung und Impfung mittels Injektion Bei einem Termin werden eine orale Schutzimpfung und eine weitere Schutzimpfung mittels Injektion durchgeführt. GOÄ-Ziffer Leistung Betrag 375 Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan) 10,72 € 376 Schutzimpfung (oral) 10,72 € Gesamtbetrag 21,44 € Was gilt bei Reiseschutzimpfungen für gesetzlich und privat versicherten Patient? Gesetzlich versicherte Patient (GKV) Reiseschutzimpfungen sind nicht automatisch eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ob die Kosten übernommen werden, hängt insbesondere vom Reiseanlass, der jeweiligen Impfung und den Leistungen der Krankenkasse ab. Nach § 20i SGB V kann ein gesetzlicher Leistungsanspruch bestehen, wenn der Auslandsaufenthalt beruflich oder durch eine Ausbildung bedingt ist. Auch bei einem besonderen öffentlichen Interesse, beispielsweise zur Verhinderung der Einschleppung bestimmter Infektionskrankheiten, kann eine Kostenübernahme vorgesehen sein. Maßgeblich sind die Vorgaben der Schutzimpfungs-Richtlinie. Bei privaten Urlaubsreisen übernehmen viele Krankenkassen bestimmte Reiseschutzimpfungen als freiwillige Satzungsleistung. Je nach Krankenkasse und regionaler Vereinbarung erfolgt die Abrechnung direkt über die GKV oder zunächst privat mit anschließender Kostenerstattung. Abrechnungshinweis: Vor der Impfung sollten die Kostenübernahme und der vorgesehene Abrechnungsweg geklärt werden. Liegt keine entsprechende Kassenleistung vor, kann die Schutzimpfung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) nach GOÄ abgerechnet werden. Vor Behandlungsbeginn sind die Patient:innen über die voraussichtlichen Kosten zu informieren und die Privatbehandlung schriftlich zu vereinbaren. Privat versicherte Patient (PKV) Bei privat versicherten Patient werden Reiseschutzimpfungen grundsätzlich nach GOÄ abgerechnet. Ob die private Krankenversicherung die Kosten für die ärztliche Impfleistung und den Impfstoff erstattet, hängt vom individuellen Versicherungstarif ab. Viele private Krankenversicherungen orientieren sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Reisemedizinisch erforderliche Schutzimpfungen sind jedoch nicht in jedem Tarif enthalten. Dies kann auch dann gelten, wenn die Impfung von der STIKO empfohlen wird. Abrechnungshinweis: Privat versicherte Patient:innen erhalten eine Rechnung nach GOÄ, die sie bei ihrer Krankenversicherung zur Erstattung einreichen können. Bei Reiseschutzimpfungen empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz vorab zu klären, um mögliche Eigenkosten transparent zu machen. Fazit: Schutzimpfungen nach GOÄ richtig abrechnen Für eine korrekte Abrechnung von Schutzimpfungen ist die Auswahl der passenden GOÄ-Ziffern 375 bis 378 entscheidend. Besonders bei mehreren Impfungen, zusätzlichen Beratungs- und Untersuchungsleistungen sowie Impfstoffkosten müssen die jeweiligen Abrechnungsvoraussetzungen beachtet werden. Mit einer sorgfältigen Dokumentation und der richtigen Anwendung der GOÄ lassen sich Abrechnungsfehler vermeiden und berechnungsfähige Honorare vollständig ausschöpfen. KAD-Komplettpaket Privatabrechnung aus einer Hand Mehr Zeit für Ihre Patienten, weniger Aufwand bei der Privatabrechnung Der KAD prüft und optimiert Ihre Abrechnungsdaten nach der geltenden GOÄ und übernimmt Rechnungsstellung, Verwaltung, Forderungsmanagement und Auszahlung. Komplettpaket ansehen Angebot anfordern Häufige Fragen zur GOÄ-Abrechnung von Schutzimpfungen Wie hoch sind die Kosten für eine Schutzimpfung mit GOÄ-Ziffer 375? Die GOÄ-Ziffer 375 beträgt beim 2,3-fachen Satz 10,72 Euro. Beim einfachen Satz werden 4,66 Euro und beim 3,5-fachen Satz 16,32 Euro berechnet. Zusätzlich können berechnungsfähige Impfstoffkosten sowie gegebenenfalls weitere ärztliche Leistungen wie Beratung oder Untersuchung hinzukommen. Welche GOÄ-Ziffer wird für eine Grippeimpfung verwendet? Eine Grippeschutzimpfung mittels intramuskulärer oder subkutaner Injektion wird nach GOÄ-Ziffer 375 abgerechnet. Das gilt beispielsweise auch für eine Pneumokokken-Impfung. Werden beide Impfungen bei einem Termin mittels separater Injektionen durchgeführt, kann für die zusätzliche Injektion die GOÄ-Ziffer 377 berechnungsfähig sein. Was beinhaltet die GOÄ-Ziffer 375? Die GOÄ-Ziffer 375 umfasst die Durchführung einer intramuskulären oder subkutanen Schutzimpfung, gegebenenfalls einschließlich der Eintragung in den Impfpass. Auch erforderliche Nachbeobachtungen am Impftag sind bereits enthalten. Eine zusätzlich erbrachte Beratung nach GOÄ-Ziffer 1 kann unter Beachtung der Abrechnungsvoraussetzungen gesondert berechnungsfähig sein. Kann ich die GOÄ-Ziffer 375 steigern? Ja, die GOÄ-Ziffer 375 kann grundsätzlich bis zum 3,5-fachen Satz gesteigert werden. Eine Überschreitung des 2,3-fachen Satzes erfordert jedoch eine nachvollziehbare, leistungsbezogene Begründung, beispielsweise aufgrund einer besonderen Schwierigkeit oder eines erhöhten Zeitaufwands. Beim 3,5-fachen Satz beträgt die Gebühr 16,32 Euro. Welche Impfungen zahlt die private Krankenkasse? Welche Schutzimpfungen die private Krankenversicherung erstattet, richtet sich nach dem vereinbarten Versicherungsschutz. Auch bei einer STIKO-Empfehlung sollte geprüft werden, ob die jeweilige Impfung für die versicherte Person vom Tarif umfasst ist. Das gilt beispielsweise für Grippe- und Pneumokokken-Impfungen. Bei Reiseimpfungen oder unklarem Leistungsumfang empfiehlt sich eine vorherige Klärung mit dem Versicherer. Hier können Sie den Blogbeitrag als PDF-Datei herunterladen",
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