Abrechnung Corona Hygienepauschale

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Juli 2021:

 

Aktuelle Abrechnungshinweise zu GOÄ und UV-GOÄ

 

GOÄ - Corona-Sonderregelungen teilweise verlängert

Bis 30.09.2021 verlängert wurde die Abrechnungsempfehlung zu GOÄ A245 – erhöhte Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

Die Abrechnungsempfehlungen finden Sie auf der Website der Bundesärztekammer.

NICHT verlängert wurde hingegen die Möglichkeit, Nr. 3 GOÄ mehrfach anzusetzen für umfangreiche telefonische Beratung. Diese Regelung gilt nur bis 30.06.21.

 

 

UV-GOÄ - Corona-Sonderregelungen und Neuerungen zum 01.07.2021

Verlängerung der COVID-19-Regelungen laut BG:

Hygienepauschale COVID-19 nur für D-Ärzte bis 31.07.2021

Ziffer 1 UV-GOÄ für Videobehandlung bis 30.09.2021

Psychiatrische Videobehandlungen evtl. anteilig berechenbar bis 31.12.2021

 

UV-GOÄ – Neuerungen zum 01.07.2021

Die Ständige Gebührenkommission nach § 52 Vertrag Ärzte / Unfallversicherungsträger hat am 14.04.2021 einige Änderungen beschlossen. Sie treten zum 01.07.2021 in Kraft.

Folgende NEUE UV-GOÄ-Ziffern wurden eingeführt:

 

UV-GOÄ Ziffer 35

Beurteilung und Bewertung von Schnittbildern und/oder Röntgenbildern durch den D-Arzt bei einem Durchgangsarztwechsel:

Die Ziffer ist pro Behandlungsfall einmal abrechenbar, vom beteiligten D-Arzt bzw. dem Handchirurgen.

Allgemeine Heilbehandlung 12,07 €, Besondere Heilbehandlung 12,07 €, keine Sachkosten

Ziffer 35 UV-GOÄ ist NICHT abrechenbar:

  •          neben den Ziffern 17, 34 und 5255 bis 5257
  •          wenn der Versicherte bereits im selben Behandlungsfall beim D-Arzt in Behandlung war
  •          wenn eine Überweisung für eine OP vorliegt
  •          für vorstellungspflichtige VAV- bzw. SAV-Behandlungen nach § 37 Vertrag Ärzte/UV
  •          bei Hinzuziehung von anderen Ärzten/Psychotherapeuten (§ 12 Vertrag Ärzte/UV)
  •          im Rahmen einer Gutachterleistung (Beurteilung für Gutachten siehe Nr. 5255-5257)

 

 

UV-GOÄ-Ziffer 36

Beurteilung und Bewertung von Schnittbildern des hinzugezogenen Radiologen durch den D-Arzt

Die Ziffer ist je Behandlungsfall einmal ansetzbar, vom beteiligten D-Arzt bzw. Handchirurgen.

Sie ist nur berechenbar, wenn der Befund des D-Arztes vom Befund des Radiologen abweicht, weil eine Besonderheit vorliegt, z. B. eine unerwartete Komplikation, über die der Arzt die BG per Verlaufsbericht informieren muss (nach § 16 Vertrag Ärzte/UV).

Allgemeine Heilbehandlung 12,07 €, Besondere Heilbehandlung 12,07 €, keine Sachkosten

 

Ziffer 36 UV-GOÄ ist NICHT abrechenbar:

  •       neben den Ziffern 17, 34, 60a, 60b und 5255 bis 5257
  •       zwischen Ärzten einer Berufsausübungsgemeinschaft, eines MVZ, Ärzten desselben Krankenhauses (auch Kooperationshäuser), sowie bei der Vertretung in der Praxis

 

UV-GOÄ-Ziffer 379a 

Für Vorbereitung der Testsubstanz nach Nr. 379 werden zusätzlich 5,60 € vergütet (nativ, ohne spezifische Aufbereitung).

Allgemeine Heilbehandlung 5,60 €, Besondere Heilbehandlung 5,60 €, keine Sachkosten

UV-GOÄ-Ziffer 379b 

Für Vorbereitung der Testsubstanz nach Nr. 379 werden zusätzlich 11,20 € vergütet (mit spezifischer Aufbereitung).

Allgemeine Heilbehandlung 11,20 €, Besondere Heilbehandlung 11,20 €, keine Sachkosten

 

UV-GOÄ-Ziffer 757

entfällt (Chemochirurgische Behandlung maligner Hauttumore)

 

Keine Abrechnung von Beurteilung von Röntgenaufnahmen

GOÄ 5377 bzw. 5733 dürfen NICHT für radiologische Zweitbefundung abgerechnet werden.

Eine reine Zweitbefundung oder Beurteilung von Röntgenaufnahmen sind weiterhin nicht berechnungsfähig. Dies gilt auch für Beurteilung und Zweitbefundung von Fremdaufnahmen.

Um den entstandenen zeitlichen Aufwand zu berücksichtigen, kann stattdessen ggf. eine Faktorerhöhung im Rahmen der erbrachten Leistung / Beratung angesetzt werden.

Digitaler Impfnachweis – über PVS QR-Code erstellen

Jede geimpfte Person hat nach § 22 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz Anspruch auf ein digitales Impf-Zertifikat, zusätzlich zur Dokumentation im gelben Impfausweis. Die Bescheinigung wird entweder direkt durch den impfenden Arzt ausgestellt oder auch nachträglich von jedem Arzt oder Apotheker.

Die geimpften Personen bekommen ein Dokument mit einem QR-Code. Mit der Corona-Warn-App oder der neuen CovPassApp kann dieser Code dann gescannt und auf dem Smartphone gespeichert werden.

Im Laufe des Juli 2021 sollen Impfzertifikate direkt über die Praxisverwaltungssysteme (PVS) möglich sein. Der QR-Code kann damit schnell und einfach mit wenigen Klicks generiert werden. Diese Lösung hat den großen Vorteil, dass alle notwendigen Daten bereits im System vorhanden sind und nicht noch einmal erfasst werden müssen, wie beim Impfzertifikats-Service des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Digitaler Impfnachweis: Hinweise zur Abrechnung

Die Vergütung ist unterschiedlich, je nachdem ob Sie den Patienten selbst geimpft haben und welche Verfahrensweise Sie nutzen.

Die Abrechnung ist nur möglich, wenn Sie EU-weit gültige Impf-Zertifikate mit QR-Code erstellen (gemäß § 22 Infektionsschutzgesetz).

Hier die speziellen Pseudo-Gebührenordnungspositionen:

 

Abrechnung Impfzertifikat gemäß § 22 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz


für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-Impfverordnung Vergütung

88350

Ausstellung eines Impfzertifikats

6 Euro

88351

Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mit Hilfe des PVS-Systems

2 Euro

 


für Personen, die NICHT in der eigenen Praxis geimpft wurden

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-Impfverordnung Vergütung

88352

Ausstellung eines Impfzertifikats

18 Euro

88353


Ausstellung eines Impfzertifikats für die Zweitimpfung, wenn die Praxis
in demselben Quartal bereits das Zertifikat für die Erstimpfung erstellt hat


6 Euro

 

Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengestellt:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Juni 2021:

OCT-Abrechnung in der GOÄ

Laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) ist die Abrechnung der Zuschlagsziffer 406 GOÄ nur noch dann ergänzend zur Ziffer A424 GOÄ möglich, wenn eine Angio-OCT durchgeführt wurde. Gegebenenfalls kann die Nr. 406 GOÄ für beide Augen angesetzt werden.

Die bisherige OCT kann weiterhin analog Nr. 424 GOÄ abgerechnet werden. Das beinhaltet die Leistung nach Nr. 423 GOÄ, die somit nicht zusätzlich zu Nr. 424 GOÄ angesetzt werden kann.


Die Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer (BÄK):

Optische Kohärenztomographie (OCT) des Auges, ggf. beidseits
analog Nr. 424 GOÄ
„Zweidimensionale Doppler-echokardiographische Untersuchung mit Bilddokumentation – einschl. der Leistung nach Nr. 423 – (Duplex-Verfahren)“

Zuschlag für Angio-OCT des Auges zur Abbildung des Blutflusses, ggf. beidseits
analog Nr. 406 GOÄ
„Zuschlag zu der Leistung nach Nr. 424 GOÄ – bei zusätzlicher Farbkodierung“

  

Leistungen nach Nr. 1 und/oder Nr. 5 GOÄ

Laut GOÄ sind die Leistungen nach Nr. 1 und/oder 5 neben Leistungen nach den Abschnitten C bis O im Behandlungsfall nur einmal berechnungsfähig. Als Behandlungsfall gilt für die Behandlung derselben Erkrankung der Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes.

Um Rückfragen oder Monierungen der Kostenträger zu vermeiden, ergänzen Sie einfach die betreffende Diagnose im Legendentext der Leistung.

 

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter April 2021:

Pseudoziffern und neue Kodes für COVID-19-Impfung 

In der Coronavirus-Impfverordnung werden die Höhe der Vergütung und auch die Abrechnung geregelt.

Alle COVID-19-Schutzimpfungen rechnen Sie über ihre KV ab, egal ob für Kassen- oder Privatpatienten.

Bundesweit gibt es dafür einheitliche Pseudoziffern:

 

Hersteller/
Impfstoff

Erst-Impfung

Abschluss-Impfung

Erst-

Impfung

(Ind. Pflegeheim)

Abschluss-Impfung

(Ind. Pflegeheim)

Erst-
Impfung

(berufl. Indikation)

Abschluss-Impfung
(berufl. Indikation)

BioNTech/ Pfizer

88331A

88331B

88331G

88331H

88331V

88331W

Moderna

88332A

88332B

88332G

88332H

88332V

88332W

AstraZeneca

88333A

88333B

88333G

88333H

88333V

88333W

Johnson& Johnson 88334 88334I 88334Y

88323 

Besuch im Zusammenhang mit der Impfung

88324 

Mitbesuch weiterer Personen in derselben sozialen Gemeinschaft oder Einrichtung

88322

Impfberatung zum Coronavirus SARS-CoV-2 ohne nachfolgende Schutzimpfung;
auch für telefonische Beratung oder Videosprechstunde; nicht gleichzeitig anwendbar mit Impfung oder (Mit-)Besuch

Im Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 wurden außerdem zwei neue Kodes eingeführt:

  • U11.9 - Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet
    Dieser Kode wird für die Impfung selbst verwendet.

  • U12.9! - Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
    Dieser Kode wird verwendet, wenn unerwünschte Nebenwirkungen durch einen sachgerecht verabreichten Corona-Impfstoff kodiert werden sollen.
    U12.9 ! ist ein Zusatzkode (Ausrufezeichenkode), das heißt er muss mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden. Dabei sind für U12.9 ! alle Zusatzkennzeichen (A, G, V, Z) möglich.

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter März 2021:

Abrechnungsempfehlung für erhöhte Hygienemaßnahmen verlängert

 

Die aktuelle Entwicklung der Infektionslage führte zu einer Verlängerung der „Analogabrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“. Die sogenannte Hygienepauschale kann weiterhin, vorerst bis zum 30.06.2021, analog der Nr. 245 GOÄ abgerechnet werden.

 

Wie bisher gilt:

  •         Nur bei unmittelbarem Kontakt zwischen Arzt und Patient*in

  •         Nur im Zusammenhang mit ambulanten ärztlichen Leistungen bei Privatpatienten und Selbstzahlern

  •         Die Hygienepauschale selbst kann nicht gesteigert werden.

  •         Andere Leistungen können gesteigert werden, wenn die Erschwernisse nichts mit dem Hygieneaufwand zu tun haben.

 

Genauere Erläuterungen zu den Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie finden Sie auf der Website der Bundesärztekammer.

 

Telefonische Krankschreibung weiterhin möglich

 

Die telefonische Krankschreibung für bis zu sieben Kalendertage bei Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen ist auch weiterhin möglich. Die Krankschreibung kann telefonisch einmalig für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Diese Regelung gilt nun ebenfalls bis zum 30.06.2021.

 

Informations- und Aufklärungsmaterialien zu Schutzimpfungen gegen Covid-19

Auf der Website der Bundesärztekammer(BÄK) gibt es eine Zusammenstellung von Informations- und Aufklärungsmaterialien rund um das Thema Schutzimpfung gegen COVID-19 . Über die Linksammlung können Sie Unterlagen z. B. des Robert Koch-Instituts (RKI) oder der Ständigen Impfkommission (STIKO) herunterladen.

Hier geht's zur Webseite der Bundesärztekammer.

 

Telemedizin Psychotherapie

 

Grundsätzlich ist für psychotherapeutische Leistungen zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung der unmittelbare persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient*in Voraussetzung für die Abrechnung. Sofern es durch besondere Umstände im Rahmen der COVID-19-Pandemie verursacht ist, kann jedoch von diesem Grundsatz abgewichen werden. Dies gilt für besondere Ausnahmefälle befristet bis zum 30.06.21. Die berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten sind dabei besonders zu beachten.

 

Für psychotherapeutische Leistungen gemäß den Nummern 804, 806, 817, 846, 849, 861, 863, 870, 886 GOÄ kann demnach der Kontakt zwischen Arzt und Patient*in auch per Videoübertragung erfolgen. Die einzelnen erbrachten Leistungen können gemäß ihrer Gebührenposition abgerechnet werden.

 

Hier geht's zu den Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer.

 

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Februar 2021:

Analog-Abrechnungsempfehlung für den SARS-CoV-2-Antigen-Nachweis mittels Schnelltest (z. B. mittels Immunchromatographie)

Die Abrechnung erfolgt analog Nr. 4648 GOÄ, „Untersuchungen mit ähnlichem methodischem Aufwand“. Beim 1,15fachen Satz beträgt die Gebühr 16,76 EUR. Darin sind auch die Kosten für Test-Kit bzw. Test-Kärtchen bereits enthalten (siehe Allgemeine Bestimmungen zum Kapitel M der GOÄ)

Die Bundesärztekammer gibt folgende ergänzende Hinweise:

Zusätzlich zur analogen Abrechnung der Nr. 4648 GOÄ kann der Nasopharynx-Abstrich zur Entnahme von Abstrichmaterial nach Nr. 298 GOÄ berechnet werden.

Wurde bei asymptomatischen Patienten eine Beratung durchgeführt, kann hierfür Nr. 1 GOÄ abgerechnet werden. Wurde über das Testergebnis eine Bescheinigung ausgestellt, kann die Abrechnung hierzu nach Nr. 70 GOÄ erfolgen. Die Behandlung symptomatischer Patienten kann weitere Leistungen notwendig machen.

Sofern ein direkter Arzt-Patienten-Kontakt stattgefunden hat, kann der "erhöhter Hygieneaufwand im Rahmen der COVID-19-Pandemie" zusätzlich über GOÄ Nr. A245 zum 1,0 fachen Satz abgerechnet werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31.03.21.

 

Hygienepauschale nach GOÄ auch bei Behandlungen außer Haus

 

Die Hygienepauschale nach Nr. 245 GOÄ ist nicht an Ihre Praxisräume gebunden. Voraussetzungen sind eine Behandlung mit direktem Kontakt zwischen Arzt und Patient und ein Infektionsrisiko, das Schutzmaßnahmen erforderlich macht. Ist das gegeben, kann die Hygienepauschale auch bei Patienten-Besuchen außer Haus abgerechnet werden.

Hierunter fallen auch akut angeforderte Besuche bei einem oder mehreren Patienten (GOÄ Nr. 50 und Nr. 51) und Besuche bei Patienten auf Pflegestationen (Nr. 48 GOÄ).

Zudem ist hierbei auch, ggf. anteilig, das Wegegeld nach § 8 GOÄ abrechenbar.

 

Wegegeld

 

Zu Nr. 50 GOÄ gehört regelmäßig auch Wegegeld nach § 8 GOÄ (bei mehr als 25 km Entfernung wäre es die Reiseentschädigung nach § 9 GOÄ). Für die Bemessung des Wegegeldes ist der Entfernungsradius ausschlaggebend (nicht die zurückgelegte Strecke). Das höhere Wegegeld „bei Nacht“ darf zwischen 20 und 8 Uhr berechnet werden.

Werden mehrere Patienten in einer häuslichen Gemeinschaft oder in einem Heim besucht, darf das Wegegeld nur anteilig berechnet werden. Dies gilt auch wenn für den/die weiteren Patienten nicht Nr. 51 GOÄ (Mitbesuch) zum Ansatz kommt.

Der Besuch außer Haus ist auch dann abrechenbar, wenn Sie den Patienten nicht angetroffen haben, z. B. weil er zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebracht wurde. Wichtig dabei ist, dass der Hausbesuch vom Patienten selbst angefordert wurde, oder von jemanden, der in seinem Auftrag handeln darf.

 

Zuschläge beim Hausbesuch

 

Zuschlag E

Der Zuschlag E (9,33 EUR) ist auch für Notdienst anwendbar, egal ob Sie von der Notdienstzentrale oder von Ihrer Wohnung aus aufbrechen.

 

Zuschlag F, G oder H

Machen Sie den Hausbesuch zwischen 20 Uhr und 8 Uhr, können Sie Zuschlag F oder G anrechnen, je nach Uhrzeit. Am Wochenende, also zwischen Samstag 0 Uhr und Sonntag 24 Uhr, und an Feiertagen kann Zuschlag H abgerechnet werden.

 

Kombination der Zuschläge

Zuschlag H ist kombinierbar

-          mit Zuschlag F oder G, je nach Uhrzeit

-          ggf. mit Zuschlag K2 (Kinder bis zum vollendeten 4. Lebensjahr)

Zuschlag E ist nicht kombinierbar mit F bis H.

 

Zuschlag A

Sie haben den Hausbesuch außerhalb der Sprechzeiten getätigt, aber keine der Voraussetzungen für die Zuschläge E ff trifft zu? Dann können Sie Zuschlag A abrechnen, wenn Sie neben der Nr. 50 eine abrechenbare Untersuchung (z. B. Nr. 7 GOÄ) durchgeführt haben. Zuschlag A muss dann zur Nr. 7 GOÄ angerechnet werden (nicht zu Nr. 50). Gleiches gilt für Nr. 4 GOÄ (stattdessen, nicht zusätzlich).

 

Mehrfache Berechnung Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen

 

Pandemiebedingt ist der Besuch beim Arzt oder Therapeuten oft nicht möglich oder zumutbar und auch eine Videoübertragung nicht machbar. Ist die Patientenversorgung dringend erforderlich, kann in diesen Fällen Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen mehrfach, je vollendete 10 Minuten, abgerechnet werden. Diese Regelung gilt vom 01.01.2021 bis 31.03.2021.

Die Abrechnung ist begrenzt auf höchstens dreimal je Sitzung und höchstens vier telefonische Beratungen pro Monat. Uhrzeit und Dauer des Telefonates sowie eine Begründung der Mehrfachberechnung müssen in der Rechnung angegeben werden. Eine gleichzeitige Berechnung des zeitlichen Mehraufwandes durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes ist nicht möglich.

Dies ist eine gemeinsame Abrechnungsempfehlung von Bundesärztekammer (BÄK), Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder.

 

Überblick Abrechnung nach Nr. 245 GOÄ

 

Die BÄK hat Erläuterungen herausgegeben zu den „Abrechnungsempfehlungen zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“.

In dieser Übersicht finden Sie u.a. Erklärungen zur Hygienepauschale selbst, zur Steigerung weiterer Leistungen und psychotherapeutischen Leistungen.

http://bit.ly/BÄK_Erläuterungen_Abrechnungsempfehlung

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der Covis-19-Pandemie:

https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

 


Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Januar 2021:

Abrechnung Hygienepauschale bis 31.03.21 verlängert

Durch die Corona-Pandemie entstehen in Ihrer Arztpraxis höhere Hygienekosten. Die Abrechnung dieses Mehraufwands können Sie auch weiterhin nach GOÄ Nr. A245 vornehmen für die “Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie”. Die BÄK und der PKV-Verband haben die entsprechende Abrechnungsempfehlung bis zum 31.03.21 verlängert.

Unverändert sind die Bedingungen für die Liquidation nach GOÄ Nr. A245. Hier das Wichtigste in Kürze:

Wer kann die GOÄ Nr. A245 abrechnen?

Jeder Arzt, der ambulant behandelt. (also nicht nur niedergelassene Ärzte, auch Notärzte und Ärzte, die in Krankenhaus-Ambulanzen tätig sind)

Bei welchen Patienten kann die Hygienepauschale angesetzt werden?

Die Abrechnung ist unabhängig vom Krankheitsstatus bei allen Privatpatienten oder Selbstzahlern möglich, die ambulant behandelt werden.

Wann kann eine Abrechnung nach GOÄ Nr. A245 erfolgen?

Bei jedem unmittelbaren persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patienten im Zusammenhang mit ambulanten ärztlichen Leistungen. (also nicht bei stationärer Behandlung, nicht bei Leistungen, die ausschließlich durch eine(n) MFA erbracht werden).

Wie hoch ist die abrechenbare Gebühr?

Die Liquidation nach GOÄ Nr. A245 erfolgt zum 1,0 fachen Satz in Höhe von 6,41 EUR.

Können andere Leistungen trotzdem gesteigert werden?

Ja, auch bei Berechnung nach GOÄ Nr. A245 können einzelne Leistungen gesteigert werden, wenn die Erschwernisse nichts mit dem Hygiene-Aufwand zu tun haben. Die Hygienepauschale selbst kann nicht gesteigert werden.

 

 

Wir helfen Ihnen gerne weiter

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