Abrechnung Corona Hygienepauschale

 

 

Abrechnungstipp: GOÄ-Ziffern 375, 376, 377 und 378

Die Schutzimpfungen sind immer ein aktuelles Thema, doch wie werden diese nach der GOÄ richtig abgerechnet?

Abrechnungstipps zur Vermeidung von Honorarverlusten:


GOÄ-Ziffer: 375
Schutzimpfung (intramuskulär, subkutan)

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)


Tipps:
• Mit der Impfung beginnt immer ein neuer Behandlungsfall

• Die GOÄ-Ziffer 375 kann mit der Beratung GOÄ-Ziffer 1 kombiniert werden.

• Wenn eine Untersuchung zur Feststellung der Impffähigkeit durchgeführt werden muss, ist diese über die GOÄ-Ziffer 5-8 berechenbar.

• Die Kosten für die Impfstoffe können entweder als Sachkosten berechnet werden oder zu Lasten des Patienten rezeptiert werden.

• Bei Ausstellung eines neuen Impfausweises kann GOÄ-Ziffer 70 berechnet werden.

• Bei gesetzlich versicherten Patienten sind Reiseschutzimpfungen in der Regel individuelle Gesundheitsleistungen und werden daher nach der GOÄ liquidiert.


Achtung:
• Bei Sachkosten über einem Betrag über 25,56 € ist ein Nachweis oder Beleg bei der Rechnung notwendig für den Kostenträger.

• Kleinstmaterialien wie Pflaster, Mulltupfer, Spritzen und Kanülen dürfen nach § 10 GOÄ nicht in Rechnung gestellt werden.

• Die Eintragung in den Impfausweis ist mit der GOÄ-Ziffer 375 abgegolten.

• Die Rezeptausstellung GOÄ-Ziffer 2 kann nicht am selben Tag neben GOÄ-Ziffer 375 berechnet werden.

 

GOÄ-Ziffer: 376
Schutzimpfung (oral)

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

Tipps:
• Mit der Impfung beginnt immer ein neuer Behandlungsfall

• Wenn eine Untersuchung zur Feststellung der Impffähigkeit durchgeführt werden muss, ist diese über die GOÄ-Ziffer 5-8 berechenbar.

• Auch die Rachitis-Prophylaxe kann nach GOÄ-Ziffer 376 abgerechnet werden.
• Die Kosten für die Impfstoffe können entweder als Sachkosten berechnet werden oder zu Lasten des Patienten rezeptiert werden.

• Bei einer aufwendigen Beratung kann die GOÄ-Ziffer 376 mit erhöhtem Faktor berechnet werden.


Achtung:

• Die Beratung zur Schutzimpfung ist schon in der GOÄ-Ziffer 376 enthalten und kann nicht gesondert als GOÄ-Ziffer 1 abgerechnet werden.

• Die Rezeptausstellung GOÄ-Ziffer 2 kann nicht am selben Tag neben GOÄ-Ziffer 376 berechnet werden.

 

GOÄ-Ziffer: 377
Zusatzinjektion bei Parallelimpfung

(zum 2,3fachen Satz = 6,70 €)

Tipps:

• Verzichten Sie bei zwei Impfungen ggf. auf die Berechnung der
GOÄ-Ziffer 377 (6,70 €) zugunsten der GOÄ-Ziffer 1 (10,72 €).

• Die Kosten für die Impfstoffe können entweder als Sachkosten berechnet werden oder zu Lasten des Patienten rezeptiert werden.

Achtung:

• Die Beratung GOÄ-Ziffer 1 kann nicht neben GOÄ-Ziffer 377 abgerechnet werden.

• Die Rezeptausstellung GOÄ-Ziffer 2 kann nicht am selben Tag neben GOÄ-Ziffer 377 berechnet werden.

 

GOÄ-Ziffer 378
Simultanimpfung (gleichzeitige passive und aktive Impfung gegen Wundstarrkrampf)

(zum 2,3fachen Satz = 16,09 €)

Tipps:

• Mit der Impfung beginnt immer ein neuer Behandlungsfall

• Wenn eine Untersuchung zur Feststellung der Impffähigkeit durchgeführt werden muss, ist diese über die GOÄ-Ziffer 5-8 berechenbar.

• Die Kosten für die Impfstoffe können entweder als Sachkosten berechnet werden oder zu Lasten des Patienten rezeptiert werden.


Achtung:

• Die Beratung zur Schutzimpfung ist schon in der GOÄ-Ziffer 378 enthalten und kann nicht gesondert als GOÄ-Ziffer 1 abgerechnet werden.

• Die Rezeptausstellung GOÄ-Ziffer 2 kann nicht am selben Tag neben GOÄ-Ziffer 376 berechnet werden.

• GOÄ-Ziffer 375 und 377 sind nicht neben GOÄ-Ziffer 378 berechnungsfähig.

 

Wir beraten Sie gerne bei der optimalen Aufstellung der Privatabrechnung nach GOÄ.

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Die Digitalisierung für eAU und eRezept bringt viele Probleme mit sich

Eine Online-Umfrage zu eAU und eRezept mit rund 6.000 Arztpraxen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom April hat ergeben das besonders störend die Konnektor- und Programmabstürze, sowie häufige Fehlermeldungen sind.

Viele Arztpraxen würden gerne mehr digital arbeiten, doch die Technik funktioniert vielfach nicht. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass die Ärzteschaft dabei ist, alle Komponenten und Anwendungen einzurichten und zu nutzen, aber vielfach an der Technik scheitert.

eAU

Die eAU wird von über 60 Prozent der Praxen noch nicht eingesetzt, das größte Hindernis sind Probleme mit der Telematikinfrastruktur. Dies stellt einen der Hauptgründe dar, warum sie weiterhin das alte Verfahren nutzen.

Der Digitale Versand der eAU wird immer wieder gestört, nur 30 Prozent der Arztpraxen berichten, dass es bis auf kleine Probleme gut funktioniert. Bei über 60 Prozent war Zeitweise kein digitaler Versand möglich. Hinzukommen die Probleme bei der Erreichbarkeit von IT-Dienstleistern. Es wurde generell ein zu hoher Arbeitsaufwand beklagt. 

eRezept

Die Anwendung für die eRezept befindet sich zurzeit noch in einer bundesweiten Testphase, daher konnten bislang nur 7 Prozent der befragten Erfahrungen mitteilen. Bei jedem Zehnten der befragten, habe das Ausstellen der eRezepte bis auf kleinere Probleme funktioniert. Die Praxen berichten auch über Probleme beim digitalen Versand. Die IT-Dienstleister sind schlecht erreichbar. Über 59 Prozent berichten über Probleme mit der Telematikinfrastruktur. Bei 32 Prozent konnten Updates für die eRezepte nicht im Praxisverwaltungssystem installiert werden.

Hinzukommen kommen Schwierigkeiten beim Einlösen der eRezepte in der Apotheke. Bei vielen in der Umgebung sind die Apotheken noch nicht empfangsbereit. 

Viele ältere Patienten besitzen kein Smartphone und können deshalb ein eRezept digital nicht nutzen. Der Ausdruck des eRezept erscheint weniger sinnvoll, da es dann nicht digital ist.

 

Die Einführung von eAU und eRezept wird bis auf Weiteres verschoben

Nach den Umfrageergebnissen wird die KBV erneut an die politischen Entscheider herantreten um Lösungen zu finden. Laut KBV haben bereits die ersten Gespräche stattgefunden. Erst wenn beide Anwendungen fehlerfrei laufen, können sie in den Regelbetrieb gehen. Dazu muss zunächst die Telematikinfrastruktur funktionieren.

 

Atteste für Masern werden wieder nachgefragt!

Seit 01. März 2020 gibt es laut Masernschutzgesetz für viele Personen eine Masern-Impflicht. Die Frist zum Nachweis wurde zuletzt bis zum 31. Juli 2022 durch die Covid-19-Pandemie verlängert. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Impfbescheinigungen und Immunitätsbescheinigungen stark steigen wird. 

Das Masernschutzgesetz sieht vor, dass in der Regel ein Nachweis über die Masernimpfung folgen muss, für Personen die nach 1970 geboren sind und in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen tätig sind wie z.B. Erzieher, Lehrer und medizinisches Personal. Nicht geimpftes Personal darf in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen keine Tätigkeiten aufnehmen.

Gleiches gilt auch für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten. Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, werden künftig eine Ordnungswidrigkeit begehen und müssen mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 2.500 € rechnen. Nichtgeimpfte Kinder können vom Besuch des Kindergartens ausgeschlossen werden.

Eine Masernimmunität kann durch eine serologische Titerbestimmung feststellen werden. Wer aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden kann, muss eine ärztliche Bescheinigung vorlegen und ist von der Impfpflicht ausgenommen.

Um die Impfprävention zu stärken, dürfen laut Gesetz künftig alle Ärzte (bis auf Zahnärzte) eine Schutzimpfung unabhängig von den Grenzen für die Ausübung der fachärztlichen Tätigkeit durchführen.

Was können impfende Ärzte nach GOÄ abrechnen?

GOÄ-Ziffer: 70

Bescheinigung über den Impfstatus in Ermangelung eines Impfausweises und einer Impfbescheinigung nach § 22 IfSG (z. B. wegen Verlust des Dokuments)

(zum 2,3fachen Satz = 5,36 €)

GOÄ-Ziffer: 75

Ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer medizinischen Kontraindikation zur Befreiung von einer Masern-Impfung

(zum 2,3fachen Satz = 17,43 €)

 

Testung auf Masern-Antikörper:

GOÄ-Ziffer: 1

Beratung

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

GOÄ-Ziffer: 5

Symptomenbezogene Untersuchung

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

GOÄ-Ziffer: 250

Blutentnahme

(zum 1,8fachen Satz = 4,20 €)

GOÄ-Ziffer: 4396

Masern-Antikörper vom Typ Immunglobulin-G

(zum 1,15fachen Satz = 20,11 €)

 

Masernimpfung:

GOÄ-Ziffer: 1

Beratung

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

GOÄ-Ziffer: 5

Symptomenbezogene Untersuchung

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

GOÄ-Ziffer: 375

Schutzimpfung

(zum 2,3fachen Satz = 10,72 €)

 

Tipp:

Die Kosten für die Impfstoffe können entweder als Sachkosten berechnet werden oder zu Lasten des Patienten rezeptiert werden.

Achtung:

Die Eintragung in den Impfausweis ist dabei nicht gesondert abrechenbar und in der GOÄ-Ziffer 375 enthalten. 

 

Weitere Information rund um die Masernimpfung finden Sie auch unter: masernschutz.de

 

Wir beraten Sie gerne bei der optimalen Aufstellung der Privatabrechnung nach GOÄ.

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Hygienepauschale für Durchgangs-Ärzte verlängert bis zum 30.06.2022

Die DGUV und SVLFG haben mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beschlossen, dass die gesetzliche Unfallversicherung die Hygienepauschale mit dem Betrag von 4 € für D-Ärzte bis zum 30.06.2022 verlängern.

Die Pauschale kann als besondere Kosten mit der Bezeichnung „COVID-19 Pauschale“ mit der regulären Behandlungsrechnung (§ 64 Abs. 1 Ärztevertrag) abgerechnet werden.

Für zurückliegende bereits abgerechnete Behandlungen kann die Pauschale dem UV-Träger nachträglich in Rechnung gestellt werden. Die Pauschale gilt rückwirkend ab dem 16.03.2020.

Hier geht‘s zu der Webseite der DGVU für weitere Informationen zum Coronavirus und Hygienezuschlag für D-Ärzte.

 

Abrechnungstipp: GOÄ-Ziffern 70, 75, 76, 80 und 85

Im Praxisalltag kommt es täglich zu einem sehr hohen Aufkommen für Bescheinigungen, Atteste, Berichte und Arztbriefe. Diese müssen nicht kostenlos ausgestellt werden.

Hier erhalten Sie einen Überblick aller Abrechnungsmöglichkeiten nach GOÄ:

 

GOÄ-Ziffer 70:

Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 

(zum 2,3fachen Satz = 5,36 €)

Die GOÄ-Ziffer 70 kann abgerechnet werden z.B. für folgende Leistungen:

  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Eintragungen in Allergiepass
  • Ausstellung Allergiepass
  • Bescheinigungen für Schule, Arbeitgeber oder Kindergarten
  • Leichenschauschein für Feuerbestattung
  • Ausstellung eines neuen Impfausweises (die Eintragung von Impfungen allerdings ist mit der Impfgebühr nach GOÄ-Ziffern 375 - 378 abgegolten)

Bescheinigungen sind nur zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen, wenn diese auf vereinbarten Vordrucken oder auf besonderes Verlangen der Kassen bzw. des Medizinischen Dienstes erstellt werden.

Auf Wunsch des Patienten können auch noch weitere Bescheinigungen außerhalb der GKV-Erstattungspflicht ausgestellt werden. Diese sind dann privat zu liquidieren.

Bescheinigung außerhalb der GKV-Erstattungspflicht z.B. für:

  • Reiseimpfungen
  • Reiserücktritt aus Krankheitsgründen
  • Flug- und Tauchtauglichkeit
  • Schulunfähigkeit
  • Sportvereine

 

GOÄ-Ziffer 75:

Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht

(zum 2,3fachen Satz = 17,43 €)

Die GOÄ-Ziffer 75 kann abgerechnet werden z.B. für folgende Leistungen:

  • Anamnese, Befundmitteilung und Epikrise
  • Adoptionsgutachten bei Kindern
  • Aufnahmeanträge – Altersheim, Kindergarten
  • Gesundheitszeugnis z.B. für Visum
  • Impfbefreiungszeugnis z.B. bei COVID-19-Schutzimpfung
  • Reiserücktrittsversicherung, Bescheinigung
  • Krankheits- und Befundbericht, schriftlicher – (die vom Patienten oft gewünschte Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse wird von den PKV-Kassen nicht gezahlt.)

 

GOÄ-Ziffer 76:

Schriftlicher Diätplan

(zum 2,3fachen Satz = 9,38 €)

Individuell für den einzelnen Patienten aufgestellt z.B. bei:

  • Diabetes mellitus
  • Nahrungsmittelallergie
  • Adipositas
  • Sondenkosternährung

Tipp:

Neben der GOÄ-Ziffer 76 können auch weitere Beratungsgespräche z.B. nach GOÄ-Ziffer 20 oder eine strukturierte Schulung nach GOÄ-Ziffer 33 abgerechnet werden.

 

GOÄ-Ziffer: 80

Schriftliche gutachtliche Äußerung

(zum 2,3fachen Satz = 40,22 €)

Werden vom Arzt medizinische Bewertungen erwartet, die über die Darstellung des bisherigen Behandlungsverlaufs hinausgehen, liegt in der Regel eine gutachtliche Äußerung vor. z.B.:

  • Mittel- bis langfristigen Prognose einer Erkrankung
  • Aktuell vorliegenden Beschwerden die auf ein Unfallgeschehen zurückzuführen sind oder eher auf zum Unfallzeitpunkt bereits bestehenden Vorerkrankungen beruhen
  • Wehrtauglichkeit-Bescheinigung

Tipp:

Erforderliche Schreibgebühren können nach den GOÄ-Ziffern 95 und 96 berechnet werden. Porto- und Versandkosten sind gemäß §10 auch berechnungsfähig.

 

GOÄ-Ziffer: 95

Schreibgebühr, je angefangene DIN A 4-Seite

(zum 1fachen Satz = 3,50 €)

 

GOÄ-Ziffer: 96

Schreibgebühr, je Kopie

(zum 1fachen Satz = 0,17 €)

Die Schreibgebühren nach den GOÄ-Ziffern 95 und 96 können nur im Zusammenhang mit einem Gutachten angesetzt werden.

 

GOÄ-Ziffer: 85

Schriftliche gutachtliche Äußerung mit einem das gewöhnliche Maß übersteigenden Aufwand

(zum 2,3fachen Satz = 67,03 €)

Von einem das gewöhnliche Maß übersteigenden Aufwand kann ausgegangen werden, wenn der Zeitaufwand für das Gutachten mehr als 30 Minuten betragen hat.

Dabei ist je angefangene Stunde Arbeitszeit berechnungsfähig.

Dauert das Erstellen eines Gutachtens zum Beispiel 75 Minuten, dann dürfen Sie die GOÄ-Ziffer 85 zweimal ansetzen.

 

Tipp:

Zur Arbeitszeit zählen auch die Recherche und die Prüfung relevanter medizinischer Sachverhalte dazu.

Erforderliche Schreibgebühren können auch hier nach den GOÄ-Ziffern 95 und 96 berechnet werden. Porto- und Versandkosten sind gemäß §10 berechnungsfähig.

 

Abrechnungsempfehlung zur Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) 

Die Befüllung der elektronischen Patientenakte für Privatpatienten können nun auch nach GOÄ vergütet werden.

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung vom 09./10.12.2021 (Wahlperiode 2019/2023) die nachfolgenden, vom Ausschuss „Gebührenordnung“ der Bundesärztekammer am 30.11.2021 befürworteten Abrechnungsempfehlungen beschlossen:

 

GOÄ-Ziffer: A75

Erstbefüllung der elektronischen Patienten- oder Gesundheitsakte mit medizinischen Informationen, inklusive Ergänzung der zu den Dokumenten gehörenden Metadaten

(zum 2,3fachen Satz = 17,43 €)

 

GOÄ-Ziffer: A70
Weitere Befüllung der elektronischen Patienten- oder Gesundheitsakte mit medizinischen Informationen, inklusive Ergänzung der zu den Dokumenten gehörenden Metadaten

(zum 2,3fachen Satz = 5,36 €)

 

Hier geht‘s zu der Bekanntmachung der Bundesärztekammer.

 

Hygienepauschale GOÄ-Ziffer A383 wird nicht verlängert

Die GOÄ-Hygienepauschale wird nicht verlängert und fällt ab dem 01.04.2022 weg. 

Nach Abstimmung durch die Bundesärztekammer, dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern kommt es nicht zu einer erneuten Verlängerung der GOÄ-Ziffer A383 für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

Die Abrechnungsempfehlung von der GOÄ-Ziffer gilt nur noch vom 01.01.2022 bis zum 31.03.2022.

Für unsere Kunden werden wir die Änderung der GOÄ-Hygienepauschale ab dem 01.04.2022 bei der Privatabrechnungen automatisch berücksichtigen.

 

Hier geht's zur Bekanntmachung der PKV vom 31.03.2022

 

Sollten Sie Fragen haben, beraten wir Sie gerne unter:

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Abrechnungstipp: GOÄ-Ziffer 34

Bei der Abrechnung der GOÄ-Ziffer 34 gibt es immer wieder Monierungen oder Rückfragen von den Kostenträger. Hier finden Sie die entsprechenden Grundlagen und Tipps zur sachgerechten Abrechnung.

GOÄ-Ziffer 34:

Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung in unmittelbarem Zusammenhang mit der Feststellung oder erheblichen Verschlimmerung einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung - gegebenenfalls einschließlich Planung eines operativen Eingriffs und Abwägung seiner Konsequenzen und Risiken -; einschließlich Beratung - gegebenenfalls unter Einbeziehung von Bezugspersonen – (zum 2,3fachen Satz in Höhe von 40,22 €)

Die GOÄ-Ziffer 34 wird häufig von den Kostenträgern aufgrund von diesen Punkten nicht anerkannt: 

  • Die Ziffer 34 ist innerhalb von 6 Monaten höchstens zweimal berechnungsfähig.
  • Neben Ziffer 34 sind folgende GOÄ Ziffern nicht berechnungsfähig: 1, 3, 4, 15, 20, 21, 22, 30, 31, 33, 435, 804, 806, 807 - 808, 812, 817, 835, 849, 861 - 864, 870, 871, 886 und 887
  • Es muss in der Leistungslegende der Ziffer 34 eine Mindestdauer von 20 Minuten enthalten sein. (§ 12 Abs. 2 Ziffer 2 GOÄ)
  • Die lebensverändernde oder lebensbedrohliche Erkrankung wurde nicht mit angegeben.

    Beispiele zu lebensverändernden Erkrankungen: Allergie, Demenz, Diabetes mellitus, Hypertonie und rheumatische Erkrankungen
    Beispiele zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen: Herzinfarkt, Niereninsuffizienz, schwere arterielle Hypertonie und Hepatitis

 

Tipps: 

  • Die Ziffer 34 ist kombinierbar mit den Leistungen 5, 6, 7, 8 und Hausbesuchen. 
  • Auch bei der Planung eines Operatives Eingriffs kann die Ziffer 34 angewendet werden.
    Beispiele zu einem Operativen Eingriff: Amputationen, komplizierten Frakturen, Malignom-Operation, Bypass-Operation und Hirn-Operation
  • Ergänzen Sie zu der Ziffer 34 immer als Begründung die dazugehörige Diagnose, damit es eindeutig ist. 
  • Faktorerhöhung über den Schwellwert (2,3fach) ist möglich bei Besonderheiten mit ausführlicher Begründung. Pauschalbegründungen wie „OP-Aufklärung“ sind nicht möglich. 

 

Ausgaben in Milliardenhöhe für die PKV durch die Corona-Pandemie

Die Private Krankenversicherung hat seit Beginn der Corona-Pandemie zusätzliche Ausgaben von mehr als 2,8 Milliarden Euro für Leistungen zur medizinischen Versorgung in der Corona-Krise. Aus eigenen Mitteln der PKV sind die zusätzlichen Ausgaben finanziert worden, das heißt aus den Beiträgen der Privatversicherten.

„Damit hat die Corona-Pandemie die Private Krankenversicherung bereits erheblich belastet. Zudem sind die langfristigen Folgen noch offen, wie beispielsweise das Krankheitsbild von ‚long covid‘ und dessen Auswirkungen“, erklärte Florian Reuther der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), bei einer Online-Pressekonferenz zur Covid-19-Pandemie.

Ein ausschlaggebender Kostenfaktor ist die Hygienepauschale A245 und A383.

Alleine für niedergelassenen Ärzte und Psychologen gab es für jeden Arzt-Patienten-Kontakt für den erhöhten Hygieneaufwand eine Extravergütung von insgesamt 906 Millionen Euro zusätzlich.

„Die PKV engagiert sich stark dafür, die flächendeckende ambulante Versorgung auch unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie für alle Patientinnen und Patienten zu sichern“, betonte Reuther.
Auch die erweiterte Nutzung von Telefon- und Video-Sprechstunden der Ärzte und Psychotherapeuten wurde von der PKV frühzeitig finanziert.

Die Krankenhäuser erhielten Sonderhilfen in Höhe von 870 Millionen Euro und die Pflegeinrichtungen 350 Millionen Euro aus der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung.

An die Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie Hebammen und Heilpraktikern flossen zusätzlich 78 Millionen Euro für Hygienepauschalen.

Für Corona-Tests gemäß Testverordnung zahlte die PKV weitere 327 Millionen Euro.


Ein Überblick der Pandemie-bedingten Zusatzausgaben der PKV (Quelle: PKV-Verband, Stand Januar 2022)

 

UV-GOÄ: Neuerungen ab 01.01.2022

  • In der gesetzlichen Unfallversicherung steigen zu Jahresbeginn die Gebühren für Gutachten um bis zu 20 Prozent.
  • Bei Nummer 203A und 230B werden die Preise für Besondere Kosten geändert.
  • Die Einführung der neuen Nummer 2570a.


Die Erläuterungen zu den beschlossenen Änderungen:

1.  Im Teil B. VI. ,,Besondere Regelungen" werden die Gutachtengebühren

der Nummern 146 und 147, 148 bis 152, 160 bis 165 erhöht.

Erstes Rentengutachten:

  • Nummern 146 und 147: Vordruck A4200 und A4202
    (von 120 € auf 140 €)

Zweites Rentengutachten:

  • Nummern 148 bis 152: Vordruck A4500, A4502, A4510, A4512 und A4520

(von 100 € auf 115 €)

 

Freie Gutachten:

  • Nummer 160: Begutachtungsmaterie mit normalem Schwierigkeitsgrad

(von 280 € auf 330 €)

  • Nummer 161: Begutachtungsmaterie mit hohem Schwierigkeitsgrad

(von 490 € auf 570 €)

  • Nummer 165: Begutachtungsmaterie mit hohem Schwierigkeitsgrad und sehr hohem zeitlichen Aufwand

(von 700 € auf 840 €)

Für die Abrechnung ab 01.01.2022 gilt der Tag der Untersuchung.

 

 

2. Im Teil C. 1. ,,Anlegen von Verbänden" werden die Gebühren der
Besonderen Kosten für niedergelassene D-Ärzte bei den folgenden Nummern geändert:

  • Nummer 203A: Kompressionsverband/Schaumstoffkompressionsverband

(Besondere Kosten von 3,88 € auf 4,50 €)

  • Nummer 203B: Zinkleimverband

(Besondere Kosten von 15,77 € auf 6,50 €)

3. Im Teil L. VIII. ,,Neurochirurgie" wird nach Nummer 2570 die Nummer 2570a neu eingefügt.

  • Nummer 2570a: Nervenstimulator-Aggregatwechsel

Allgemeine Heilbehandlung: 90,42 €

Besondere Heilbehandlung: 112,53 €

Zusatz: Bei Amb. Op.: ggf. Zuschlag nach Nr. 444

(Beschluss vom 18.11.21 der Ständigen Gebührenkommission § 52 Vertrag Ärzte/UV)

 

 

Abrechnungsempfehlungen nach GOÄ für die Telemedizin

Viele Arztpraxen haben sich im Verlauf der COVID-19-Pandemie dazu entschieden, ihren Patienten eine Videosprechstunde anzubieten.

Der Schutz der Patienten, des Praxispersonals sowie der Ärzte in Kombination mit attraktiven Angeboten der Videosprechstunden-Anbieter haben für ein großes Interesse gesorgt. Es profitieren die Patienten und Ärzte in gleichermaßen durch die bessere Planbarkeit von Terminen und gleichzeitig höhere Verfügbarkeit des Arztes.

Doch wie wird die Telemedizin nach GOÄ eigentlich genau abgerechnet?

Grundlage für die Abrechnungsempfehlungen sind die Vereinbarung zwischen Bundesärztekammer, der privaten Krankenversicherung und der Beihilfe, sodass diese auch von den Kostenträgern akzeptiert werden.

 

 

Alle Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer im Überblick:

  • GOÄ Nr. 1 analog: Beratung durch den Arzt mittels E-Mail (Chats und SMS sind ausgeschlossen)

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 10,72 €)

 

  • GOÄ Nr. 1 originär: Beratung durch den Arzt mittels Videoübertragung

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 10,72 €)

 

  • GOÄ Nr. 2 analog: Ausstellen von Rezepten, Überweisungen, Befunden oder Anordnungen per Videosprechstunde durch MFA

(zum 1,8fachen Satz in Höhe von 3,15 €)

 

  • GOÄ Nr. 3 originär: Beratung durch den Arzt mittels Videoübertragung

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 20,11 €)

 

  • GOÄ Nr. 4 analog: Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder

Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) mittels Videoübertragung – im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 29,49 €)

 

  • GOÄ Nr. 5 analog: Visuelle symptomatische klinische Untersuchung mittels Videoübertragung

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 10,72 €)

 

  • GOÄ Nr. 15 analog: Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen mittels Videoübertragung während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chronisch Kranken

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 40,22 €)

 

  • GOÄ Nr. 33 analog: Anleitung des Patienten zu Grundprinzipien des Telemonitorings, zum Gebrauch der eingesetzten Geräte und zum Selbstmanagement

Die Leistung ist einmal zum Beginn der Behandlung berechnungsfähig.

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 40,22 €)

 

  • GOÄ Nr. 60 originär: Vorstellung von Patienten oder Beratung über Patienten in interdisziplinären/multiprofessionellen Videokonferenzen zur Diagnosefindung und/oder Festlegung eines fachübergreifenden Behandlungskonzepts

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 16,09 €)

 

  • GOÄ Nr. 60 analog: Gemeinsame ärztliche telekonsiliarische Fallbeurteilung im Rahmen diagnostischer Verfahren (z. B. bildgebender Verfahren wie CT-, MRT-, Röntgenaufnahmen, Videoendoskopie etc. und/oder z. B. histologischer Befundungen wie Schnittdiagnostik, Ausstrich) (Telekonsil)

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 16,09 €)

 

  • GOÄ Nr. 70 analog: Erstellung, Aktualisierung, ggf. elektr. Übersendung eines Medikationsplans

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 5,36 €)

 

  • GOÄ Nr. 76 analog: Verordnung und Einweisung in Funktionen, Handhabung sowie Kontrolle der Messungen mittels digitaler Gesundheitsanwendungen

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 9,83 €)

 

  • GOÄ Nr. 653 analog: Datenerfassung, Analyse und ggf. Sichtung von Warnmeldungen (Datenmanagement) mittels externer Messgeräte telemetrisch übertragener Daten im Rahmen eines Telemonitorings bei Herzinsuffizienz

Die Leistung ist einmal je Kalenderwoche berechnungsfähig. Im Regelfall erfolgt das Datenmanagement täglich (Montag bis Freitag). Wird die Sichtung von möglichen Warnmeldungen auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen durchgeführt, würde dies ein Überschreiten der Begründungsschwelle gemäß § 5

Abs. 2 GOÄ – unter ggf. maximaler Ausschöpfung des Gebührenrahmens – rechtfertigen.

(zum 1,8fachen Satz in Höhe von 26,54 €)

 

  • GOÄ Nr. 661 analog: Datenerfassung, Analyse und ggf. Sichtung von Warnmeldungen (Datenmanagement) mittels kardialer Aggregate telemetrisch

übertragener Daten im Rahmen eines Telemonitorings bei Herzinsuffizienz

Die Leistung ist einmal je Kalenderwoche berechnungsfähig. Im Regelfall erfolgt das Datenmanagement täglich (Montag bis Freitag). Wird die Sichtung von möglichen Warnmeldungen auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen durchgeführt, würde dies ein Überschreiten der Begründungsschwelle gemäß § 5

Abs. 2 GOÄ – unter ggf. maximaler Ausschöpfung des Gebührenrahmens – rechtfertigen.

(zum 1,8fachen Satz in Höhe von 55,61 €)

 

 

Bekanntmachungen der Bundesärztekammer:

Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer 10.12.2021:

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/GOAE/2021-12-16_Ergaenzung_zu_den_Abrechnungsempfehlungen_der_Bundesaerztekammer_zu_telemedizinischen_Leistungen.pdf

 

Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer 30.11.2021:

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/GOAE/2021-12-16_Telemonitoring_bei_Herzinsuffizienz.pdf

 

Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer 15.05.2020:

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/GOAE/2020-06-26_DAEBl_Abrechnungsempfehlung_telemedizinische_Leistungen.pdf

 

 

Wir beraten Sie gerne bei der optimalen Aufstellung der Privatabrechnung nach GOÄ.

 

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Preisänderungen des Briefportos zum 01.01.2022

Die Deutsche Post erhöht zum Beginn des Jahres das Briefporto:

Standardbrief von 0,80 € auf 0,85 €
Kompaktbrief von 0,95 € auf 1,00 €
Großbrief von 1,55 € auf 1,60 €
Maxibrief von 2,70 € auf 2,75 €

 

Die neuen Preise sollen nach Angaben der Deutschen Post zunächst bis Ende 2024 gelten.

Denken Sie daran die Preise für das Porto in Ihrem Praxisverwaltungssystem entsprechend anzupassen.

Sollte Sie dies vergessen haben, werden wir die Preise selbstverständlich in Ihrer Privatabrechnung entsprechend ab dem 01.01.2022 für Sie anpassen.

 

Hygienepauschale Nr. A383 GOÄ vom 01.01.2022 bis 31.03.2022

Nach Abstimmung durch die Bundesärztekammer, dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern kommt es zu einer erneuten Verlängerung der Analogabrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

 

Neue Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer anstatt Ziffer A245:

GOÄ Nr. A383 (Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie), zum 2,3fachen Satz in Höhe von 4,02 €.

Die Abrechnungsempfehlung gilt vom 01.01.2022 bis zum 31.03.2022 und ist nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer ambulanten Behandlung anwendbar.

Bei Berechnung der GOÄ Nr. A383 kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden.

 

Für unsere Kunden werden wir die Empfehlung, wie gewohnt bei der Privatabrechnungen automatisch berücksichtigen.

Sollten Sie Fragen haben, beraten wir Sie gerne unter:

Telefon:        0221 / 94 86 49-0

E-Mail:           Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Vergessen Sie nicht die Zuschläge für außerhalb der Sprechstunde und an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen

Bei Beratungen und Untersuchungen nach den Nrn. 1, 3, 5, 6, 7 oder 8 können Zuschläge zu ungewöhnlichen Zeiten berechnet werden.

Die Zuschläge dürfen unabhängig von der Anzahl und Kombination der erbrachten Leistungen je Inanspruchnahme des Arztes nur einmal berechnet werden.

Es ist immer der einfache Gebührensatz mit Faktor 1,00 zu berücksichtigen.

Tipp: Auch bei nur telefonischer Erbringung der Beratungen nach den Nrn. 1 und 3 können die Zuschläge nach A - D berechnet werden.

 

Zuschlag A

Für Leistungen, die außerhalb der Sprechstunde, aber eben noch nicht zu "Unzeiten" erbracht werden.

Als Sprechstunde gelten die Zeiten, in denen der Arzt üblicherweise für Patienten in seinen Praxisräumen erreichbar ist.

Beispiel: Ein Hausbesuch der Mittwochnachtmittags außerhalb der Sprechstunde und eine berechenbare Untersuchungsleistung zum Beispiel (Nr. 7 GOÄ) erbracht wird, ist zur Nr. 7 damit auch der Zuschlag A berechenbar.

Der Zuschlag A ist neben den Zuschlägen B, C und D nicht berechnungsfähig.

 

Zuschlag B

Für in der Zeit zwischen 20 und 22 Uhr oder 6 und 8 Uhr außerhalb der Sprechstunde erbrachte Leistungen.

Beispiel: Ein Patient erscheint um 07:30 Uhr morgens in der Praxis, die Sprechstunde beginnt aber erst um 9 Uhr. Der Patient erhält die Beratung vom Arzt schon früher. Dann ist Zuschlag B berechenbar.

Der Zuschlag nach dem Buchstaben B ist neben den Zuschlägen nach den Buchstaben A, C nicht berechnungsfähig.

 

Zuschlag C

Für in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr erbrachte Leistungen

Beispiel: Wenn eine Beratung oder Untersuchung (zum Beispiel um 05:30 Uhr morgens) erbracht wird, ist Zuschlag C berechenbar.  

Der Zuschlag nach dem Buchstaben C ist neben den Zuschlägen nach den Buchstaben A, B nicht berechnungsfähig.

 

Zuschlag D

Zuschlag für an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen erbrachte Leistungen

Beispiel: Wenn eine Beratung oder Untersuchung außerhalb der Sprechstunde (zum Beispiel am 1. Weihnachtstag) erbracht wird, ist Zuschlag D berechenbar.

Werden Leistungen innerhalb einer Sprechstunde an Samstagen erbracht, so ist der Zuschlag nach Buchstabe D nur mit dem halben Gebührensatz berechnungsfähig (Faktor 0,50).

Werden Leistungen an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen zwischen 20 und 8 Uhr erbracht, ist neben dem Zuschlag nach Buchstabe D ein Zuschlag nach Buchstabe B oder C berechnungsfähig.

Der Zuschlag nach Buchstabe D ist für Krankenhausärzte im Zusammenhang mit zwischen 8 und 20 Uhr erbrachten Leistungen nicht berechnungsfähig.

 

Wir beraten Sie gerne bei der optimalen Aufstellung der Privatabrechnung nach GOÄ.

Kontaktieren Sie uns jetzt unter:

Telefon:        0221 / 94 86 49-0

E-Mail:           Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Cyberattacke auf Medatixx

Cyberattacken im Gesundheitswesen nehmen in letzter Zeit deutlich zu.

Der IT-Dienstleister Medatixx ist Anfang November Opfer solch einer Attacke geworden. Dabei wurden wichtige Teile des internen IT-Systems verschlüsselt.

Nach jetzigem Stand richtete sich der Angriff gegen Medatixx als Unternehmen, nicht gegen Kunden. Die Funktionalität der Praxissoftware ist bisher nicht betroffen.

Zum Schutz unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner unternehmen wir gemeinsam mit IT-Sicherheitsspezialisten alle notwendigen Schritte, um dem Angriff mit gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken und dessen Auswirkungen zu beseitigen. Die Ermittlungsbehörden und die für uns zuständige Datenschutzbehörde sind ebenfalls eingeschalte, teilte Medatixx mit.

Ein Viertel der niedergelassenen Ärzte setzt Medatixx-Software ein. Dazu gehört: easymed, medatixx, x.comfort, x.concept, x.isynet und x.vianova.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, in welchem Umfang gespeicherte Daten entwendet wurden empfiehlt Medatixx ausdrücklich Ihre Passwörter zu ändern.

Detaillierte Anleitungen um Ihre Passwörter zu ändern, finden Sie auf www.medatixx.de.

https://medatixx.de/thema/detail/wichtige-information-cyberattacke-auf-medatixx-gmbh-co-kg

 

UV-GOÄ – Neuerungen zum 01.11.21

Bei berufsbedingtem Hautkrebs gibt es zwei neue Abrechnungsmöglichkeiten zu beachten. Die Einführung der neuen Leistungsziffer 6b und die Änderung der Leistungsbeschreibung bei Nummer 2403.

Hier die Erläuterungen der KBV zu den beschlossenen Änderungen:

1. Im Teil B. I. „Allgemeine Beratungen und Untersuchungen“ wird nach Nummer 6a UV-GOÄ eine neue Leistungsziffer 6b UV-GOÄ eingefügt:


Leistung nach Nr. 6 bei Ganzkörperuntersuchungen der Haut im Rahmen der
leitliniengemäßen Nachsorge von Plattenepithelkarzinomen.

Allgemeine Heilbehandlung:         17,11 €
Besondere Heilbehandlung:         17,11 €

Soweit eine Auflichtmikroskopie erforderlich wird, ist diese zusätzlich nach UV-GOÄ-Nr. 750 berechnungsfähig.

2. Im Teil L. VII. „Chirurgie der Körperoberfläche“ wird die Leistungslegende zu Nummer 2403 wie folgt gefasst:

Exzisionen von kleinen histologisch gesicherten malignen Tumoren am Kopf und an den Händen, die mit chirurgisch-instrumenteller Eröffnung der Haut und/oder Schleimhaut oder mit Wundverschluss von eröffneten Strukturen der Haut und/oder Schleimhaut mindestens in Oberflächenanästhesie einhergehen und gemäß § 115b SGB V

durchgeführt werden, fallen unter die UV-GOÄ 2404.

Punktionen, Kürettagen der Haut und Shave-Exzisionen ohne Wundverschluss mittels Naht fallen nicht unter diese Definition.

https://www.kbv.de/media/sp/UV-GOAE_Beschluss_14.04.2021_II.pdf

 

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter September 2021:

Hygienepauschale GOÄ A245 wird weiter verlängert

 

Die Abrechnungsempfehlungen zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurden verlängert bis 31.12.2021.

Hier die Erläuterungen der Bundesärztekammer zu den Abrechnungsempfehlungen:

 

Berechnung aufwändiger Hygienemaßnahmen (Nr. 245 GOÄ analog)

  1. Berechnung nach „Nr. 245 GOÄ analog, erhöhte Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“ zum 1,0fachen Satz in Höhe von 6,41 EUR

  2. Nur bei unmittelbarem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt

  3. Einmal je Sitzung berechnungsfähig

  4. Eine Berechnung der Nr. 245 GOÄ analog für erhöhte Hygienemaßnahmen ist auch neben der Nr. 3 GOÄ in einer Sitzung möglich.
    Gemeinsame Sichtweise der Beteiligten ist, dass der Abrechnungsausschluss der Nr. 3 GOÄ im Zusammenhang mit der Berechnung der Nr. 245 GOÄ analog für erhöhte Hygienemaßnahmen nicht zur Anwendung gelangt. Unabdingbar bleibt der unmittelbare persönliche Arzt-Patienten-Kontakt.

  5. Keine gleichzeitige Steigerung der in derselben Sitzung erbrachten Leistungen über den Schwellenwert (z. B. 2,3facher Satz) mit der Begründung z. B. „erhöhter Hygieneaufwand“ etc. auf Grund der COVID-19-Pandemie

  6. Steigerung der anderen in derselben Sitzung erbrachten Leistungen über den Schwellenwert (z. B. 2,3facher Satz) nur (!) aufgrund sonstiger Erschwernisgründe, wie z. B. Blutung, Rezidiv etc.

  7. Wenn nicht (!) Nr. 245 GOÄ analog berechnet wird und ein erhöhter Hygieneaufwand durch Steigerung der erbrachten Leistungen in Rechnung gestellt wird, ist die Steigerung für jede einzelne Leistung verständlich und nachvollziehbar zu begründen. Keine Pauschalbegründung!

  8. Nicht berechnungsfähig bei einer Leichenschau (Voraussetzung Arzt-Patienten-Kontakt, Leiche ist kein Patient). Erhöhter (Zeit-)Aufwand bei besonderen Todesumständen eventuell nach Nr. 102 GOÄ berechnungsfähig

  9. Berechnung bei Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK):

  10. Versicherte der Mitgliedergruppe A (Abrechnung gemäß Vertrag KBV-PBeaKK) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist nicht anwendbar

  11. Versicherte der Mitgliedergruppe B (Abrechnung gemäß GOÄ) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist anwendbar

  12. Berechnung bei Versicherten der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB)

  13. Die Analogabrechnungsempfehlung wird für alle Mitglieder (alle Beitragsklassen) anerkannt

  14. Die Abrechnungsempfehlung gilt bis zum 31.12.2021

Berechnung psychotherapeutischer Leistungen per Videoübertragung

  1. Erst- und Eingangsuntersuchungen nur in absoluten Ausnahmefällen(!) per Videoübertragung, sofern es sich aus Umständen der COVID-19-Pandemie ergibt. Regelfall für Erst- und Eingangsuntersuchungen zur Psychotherapie ist der unmittelbare Arzt-Patienten-Kontakt. Ausnahmefälle sind zu begründen!

  2. Begonnene psychotherapeutische Behandlungen können als Videoübertragung nur in Einzelsitzungen durchgeführt werden (keine Gruppentherapie über Videoübertragung)

  3. Die Abrechnungsempfehlungen gelten bis zum 31.12.2021

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Juli 2021:

 

Aktuelle Abrechnungshinweise zu GOÄ und UV-GOÄ

 

GOÄ - Corona-Sonderregelungen teilweise verlängert

Bis 30.09.2021 verlängert wurde die Abrechnungsempfehlung zu GOÄ A245 – erhöhte Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

Die Abrechnungsempfehlungen finden Sie auf der Website der Bundesärztekammer.

NICHT verlängert wurde hingegen die Möglichkeit, Nr. 3 GOÄ mehrfach anzusetzen für umfangreiche telefonische Beratung. Diese Regelung gilt nur bis 30.06.21.

 

 

UV-GOÄ - Corona-Sonderregelungen und Neuerungen zum 01.07.2021

Verlängerung der COVID-19-Regelungen laut BG:

Hygienepauschale COVID-19 nur für D-Ärzte bis 31.07.2021

Ziffer 1 UV-GOÄ für Videobehandlung bis 30.09.2021

Psychiatrische Videobehandlungen evtl. anteilig berechenbar bis 31.12.2021

 

UV-GOÄ – Neuerungen zum 01.07.2021

Die Ständige Gebührenkommission nach § 52 Vertrag Ärzte / Unfallversicherungsträger hat am 14.04.2021 einige Änderungen beschlossen. Sie treten zum 01.07.2021 in Kraft.

Folgende NEUE UV-GOÄ-Ziffern wurden eingeführt:

 

UV-GOÄ Ziffer 35

Beurteilung und Bewertung von Schnittbildern und/oder Röntgenbildern durch den D-Arzt bei einem Durchgangsarztwechsel:

Die Ziffer ist pro Behandlungsfall einmal abrechenbar, vom beteiligten D-Arzt bzw. dem Handchirurgen.

Allgemeine Heilbehandlung 12,07 €, Besondere Heilbehandlung 12,07 €, keine Sachkosten

Ziffer 35 UV-GOÄ ist NICHT abrechenbar:

  •          neben den Ziffern 17, 34 und 5255 bis 5257
  •          wenn der Versicherte bereits im selben Behandlungsfall beim D-Arzt in Behandlung war
  •          wenn eine Überweisung für eine OP vorliegt
  •          für vorstellungspflichtige VAV- bzw. SAV-Behandlungen nach § 37 Vertrag Ärzte/UV
  •          bei Hinzuziehung von anderen Ärzten/Psychotherapeuten (§ 12 Vertrag Ärzte/UV)
  •          im Rahmen einer Gutachterleistung (Beurteilung für Gutachten siehe Nr. 5255-5257)

 

 

UV-GOÄ-Ziffer 36

Beurteilung und Bewertung von Schnittbildern des hinzugezogenen Radiologen durch den D-Arzt

Die Ziffer ist je Behandlungsfall einmal ansetzbar, vom beteiligten D-Arzt bzw. Handchirurgen.

Sie ist nur berechenbar, wenn der Befund des D-Arztes vom Befund des Radiologen abweicht, weil eine Besonderheit vorliegt, z. B. eine unerwartete Komplikation, über die der Arzt die BG per Verlaufsbericht informieren muss (nach § 16 Vertrag Ärzte/UV).

Allgemeine Heilbehandlung 12,07 €, Besondere Heilbehandlung 12,07 €, keine Sachkosten

 

Ziffer 36 UV-GOÄ ist NICHT abrechenbar:

  •       neben den Ziffern 17, 34, 60a, 60b und 5255 bis 5257
  •       zwischen Ärzten einer Berufsausübungsgemeinschaft, eines MVZ, Ärzten desselben Krankenhauses (auch Kooperationshäuser), sowie bei der Vertretung in der Praxis

 

UV-GOÄ-Ziffer 379a 

Für Vorbereitung der Testsubstanz nach Nr. 379 werden zusätzlich 5,60 € vergütet (nativ, ohne spezifische Aufbereitung).

Allgemeine Heilbehandlung 5,60 €, Besondere Heilbehandlung 5,60 €, keine Sachkosten

UV-GOÄ-Ziffer 379b 

Für Vorbereitung der Testsubstanz nach Nr. 379 werden zusätzlich 11,20 € vergütet (mit spezifischer Aufbereitung).

Allgemeine Heilbehandlung 11,20 €, Besondere Heilbehandlung 11,20 €, keine Sachkosten

 

UV-GOÄ-Ziffer 757

entfällt (Chemochirurgische Behandlung maligner Hauttumore)

 

Keine Abrechnung von Beurteilung von Röntgenaufnahmen

GOÄ 5377 bzw. 5733 dürfen NICHT für radiologische Zweitbefundung abgerechnet werden.

Eine reine Zweitbefundung oder Beurteilung von Röntgenaufnahmen sind weiterhin nicht berechnungsfähig. Dies gilt auch für Beurteilung und Zweitbefundung von Fremdaufnahmen.

Um den entstandenen zeitlichen Aufwand zu berücksichtigen, kann stattdessen ggf. eine Faktorerhöhung im Rahmen der erbrachten Leistung / Beratung angesetzt werden.

Digitaler Impfnachweis – über PVS QR-Code erstellen

Jede geimpfte Person hat nach § 22 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz Anspruch auf ein digitales Impf-Zertifikat, zusätzlich zur Dokumentation im gelben Impfausweis. Die Bescheinigung wird entweder direkt durch den impfenden Arzt ausgestellt oder auch nachträglich von jedem Arzt oder Apotheker.

Die geimpften Personen bekommen ein Dokument mit einem QR-Code. Mit der Corona-Warn-App oder der neuen CovPassApp kann dieser Code dann gescannt und auf dem Smartphone gespeichert werden.

Im Laufe des Juli 2021 sollen Impfzertifikate direkt über die Praxisverwaltungssysteme (PVS) möglich sein. Der QR-Code kann damit schnell und einfach mit wenigen Klicks generiert werden. Diese Lösung hat den großen Vorteil, dass alle notwendigen Daten bereits im System vorhanden sind und nicht noch einmal erfasst werden müssen, wie beim Impfzertifikats-Service des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Digitaler Impfnachweis: Hinweise zur Abrechnung

Die Vergütung ist unterschiedlich, je nachdem ob Sie den Patienten selbst geimpft haben und welche Verfahrensweise Sie nutzen.

Die Abrechnung ist nur möglich, wenn Sie EU-weit gültige Impf-Zertifikate mit QR-Code erstellen (gemäß § 22 Infektionsschutzgesetz).

Hier die speziellen Pseudo-Gebührenordnungspositionen:

 

Abrechnung Impfzertifikat gemäß § 22 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz


für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-Impfverordnung Vergütung

88350

Ausstellung eines Impfzertifikats

6 Euro

88351

Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mit Hilfe des PVS-Systems

2 Euro

 


für Personen, die NICHT in der eigenen Praxis geimpft wurden

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-Impfverordnung Vergütung

88352

Ausstellung eines Impfzertifikats

18 Euro

88353


Ausstellung eines Impfzertifikats für die Zweitimpfung, wenn die Praxis
in demselben Quartal bereits das Zertifikat für die Erstimpfung erstellt hat


6 Euro

 

Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengestellt:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Juni 2021:

OCT-Abrechnung in der GOÄ

Laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) ist die Abrechnung der Zuschlagsziffer 406 GOÄ nur noch dann ergänzend zur Ziffer A424 GOÄ möglich, wenn eine Angio-OCT durchgeführt wurde. Gegebenenfalls kann die Nr. 406 GOÄ für beide Augen angesetzt werden.

Die bisherige OCT kann weiterhin analog Nr. 424 GOÄ abgerechnet werden. Das beinhaltet die Leistung nach Nr. 423 GOÄ, die somit nicht zusätzlich zu Nr. 424 GOÄ angesetzt werden kann.


Die Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer (BÄK):

Optische Kohärenztomographie (OCT) des Auges, ggf. beidseits
analog Nr. 424 GOÄ
„Zweidimensionale Doppler-echokardiographische Untersuchung mit Bilddokumentation – einschl. der Leistung nach Nr. 423 – (Duplex-Verfahren)“

Zuschlag für Angio-OCT des Auges zur Abbildung des Blutflusses, ggf. beidseits
analog Nr. 406 GOÄ
„Zuschlag zu der Leistung nach Nr. 424 GOÄ – bei zusätzlicher Farbkodierung“

  

Leistungen nach Nr. 1 und/oder Nr. 5 GOÄ

Laut GOÄ sind die Leistungen nach Nr. 1 und/oder 5 neben Leistungen nach den Abschnitten C bis O im Behandlungsfall nur einmal berechnungsfähig. Als Behandlungsfall gilt für die Behandlung derselben Erkrankung der Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes.

Um Rückfragen oder Monierungen der Kostenträger zu vermeiden, ergänzen Sie einfach die betreffende Diagnose im Legendentext der Leistung.

 

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter April 2021:

Pseudoziffern und neue Kodes für COVID-19-Impfung 

In der Coronavirus-Impfverordnung werden die Höhe der Vergütung und auch die Abrechnung geregelt.

Alle COVID-19-Schutzimpfungen rechnen Sie über ihre KV ab, egal ob für Kassen- oder Privatpatienten.

Bundesweit gibt es dafür einheitliche Pseudoziffern:

 

Hersteller/
Impfstoff

Erst-Impfung

Abschluss-Impfung

Erst-

Impfung

(Ind. Pflegeheim)

Abschluss-Impfung

(Ind. Pflegeheim)

Erst-
Impfung

(berufl. Indikation)

Abschluss-Impfung
(berufl. Indikation)

BioNTech/ Pfizer

88331A

88331B

88331G

88331H

88331V

88331W

Moderna

88332A

88332B

88332G

88332H

88332V

88332W

AstraZeneca

88333A

88333B

88333G

88333H

88333V

88333W

Johnson& Johnson 88334 88334I 88334Y

88323 

Besuch im Zusammenhang mit der Impfung

88324 

Mitbesuch weiterer Personen in derselben sozialen Gemeinschaft oder Einrichtung

88322

Impfberatung zum Coronavirus SARS-CoV-2 ohne nachfolgende Schutzimpfung;
auch für telefonische Beratung oder Videosprechstunde; nicht gleichzeitig anwendbar mit Impfung oder (Mit-)Besuch

Im Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 wurden außerdem zwei neue Kodes eingeführt:

  • U11.9 - Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet
    Dieser Kode wird für die Impfung selbst verwendet.

  • U12.9! - Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
    Dieser Kode wird verwendet, wenn unerwünschte Nebenwirkungen durch einen sachgerecht verabreichten Corona-Impfstoff kodiert werden sollen.
    U12.9 ! ist ein Zusatzkode (Ausrufezeichenkode), das heißt er muss mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden. Dabei sind für U12.9 ! alle Zusatzkennzeichen (A, G, V, Z) möglich.

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter März 2021:

Abrechnungsempfehlung für erhöhte Hygienemaßnahmen verlängert

 

Die aktuelle Entwicklung der Infektionslage führte zu einer Verlängerung der „Analogabrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“. Die sogenannte Hygienepauschale kann weiterhin, vorerst bis zum 30.06.2021, analog der Nr. 245 GOÄ abgerechnet werden.

 

Wie bisher gilt:

  •         Nur bei unmittelbarem Kontakt zwischen Arzt und Patient*in

  •         Nur im Zusammenhang mit ambulanten ärztlichen Leistungen bei Privatpatienten und Selbstzahlern

  •         Die Hygienepauschale selbst kann nicht gesteigert werden.

  •         Andere Leistungen können gesteigert werden, wenn die Erschwernisse nichts mit dem Hygieneaufwand zu tun haben.

 

Genauere Erläuterungen zu den Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie finden Sie auf der Website der Bundesärztekammer.

 

Telefonische Krankschreibung weiterhin möglich

 

Die telefonische Krankschreibung für bis zu sieben Kalendertage bei Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen ist auch weiterhin möglich. Die Krankschreibung kann telefonisch einmalig für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Diese Regelung gilt nun ebenfalls bis zum 30.06.2021.

 

Informations- und Aufklärungsmaterialien zu Schutzimpfungen gegen Covid-19

Auf der Website der Bundesärztekammer(BÄK) gibt es eine Zusammenstellung von Informations- und Aufklärungsmaterialien rund um das Thema Schutzimpfung gegen COVID-19 . Über die Linksammlung können Sie Unterlagen z. B. des Robert Koch-Instituts (RKI) oder der Ständigen Impfkommission (STIKO) herunterladen.

Hier geht's zur Webseite der Bundesärztekammer.

 

Telemedizin Psychotherapie

 

Grundsätzlich ist für psychotherapeutische Leistungen zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung der unmittelbare persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient*in Voraussetzung für die Abrechnung. Sofern es durch besondere Umstände im Rahmen der COVID-19-Pandemie verursacht ist, kann jedoch von diesem Grundsatz abgewichen werden. Dies gilt für besondere Ausnahmefälle befristet bis zum 30.06.21. Die berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten sind dabei besonders zu beachten.

 

Für psychotherapeutische Leistungen gemäß den Nummern 804, 806, 817, 846, 849, 861, 863, 870, 886 GOÄ kann demnach der Kontakt zwischen Arzt und Patient*in auch per Videoübertragung erfolgen. Die einzelnen erbrachten Leistungen können gemäß ihrer Gebührenposition abgerechnet werden.

 

Hier geht's zu den Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer.

 

 

 

Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Februar 2021:

Analog-Abrechnungsempfehlung für den SARS-CoV-2-Antigen-Nachweis mittels Schnelltest (z. B. mittels Immunchromatographie)

Die Abrechnung erfolgt analog Nr. 4648 GOÄ, „Untersuchungen mit ähnlichem methodischem Aufwand“. Beim 1,15fachen Satz beträgt die Gebühr 16,76 EUR. Darin sind auch die Kosten für Test-Kit bzw. Test-Kärtchen bereits enthalten (siehe Allgemeine Bestimmungen zum Kapitel M der GOÄ)

Die Bundesärztekammer gibt folgende ergänzende Hinweise:

Zusätzlich zur analogen Abrechnung der Nr. 4648 GOÄ kann der Nasopharynx-Abstrich zur Entnahme von Abstrichmaterial nach Nr. 298 GOÄ berechnet werden.

Wurde bei asymptomatischen Patienten eine Beratung durchgeführt, kann hierfür Nr. 1 GOÄ abgerechnet werden. Wurde über das Testergebnis eine Bescheinigung ausgestellt, kann die Abrechnung hierzu nach Nr. 70 GOÄ erfolgen. Die Behandlung symptomatischer Patienten kann weitere Leistungen notwendig machen.

Sofern ein direkter Arzt-Patienten-Kontakt stattgefunden hat, kann der "erhöhter Hygieneaufwand im Rahmen der COVID-19-Pandemie" zusätzlich über GOÄ Nr. A245 zum 1,0 fachen Satz abgerechnet werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31.03.21.

 

Hygienepauschale nach GOÄ auch bei Behandlungen außer Haus

 

Die Hygienepauschale nach Nr. 245 GOÄ ist nicht an Ihre Praxisräume gebunden. Voraussetzungen sind eine Behandlung mit direktem Kontakt zwischen Arzt und Patient und ein Infektionsrisiko, das Schutzmaßnahmen erforderlich macht. Ist das gegeben, kann die Hygienepauschale auch bei Patienten-Besuchen außer Haus abgerechnet werden.

Hierunter fallen auch akut angeforderte Besuche bei einem oder mehreren Patienten (GOÄ Nr. 50 und Nr. 51) und Besuche bei Patienten auf Pflegestationen (Nr. 48 GOÄ).

Zudem ist hierbei auch, ggf. anteilig, das Wegegeld nach § 8 GOÄ abrechenbar.

 

Wegegeld

 

Zu Nr. 50 GOÄ gehört regelmäßig auch Wegegeld nach § 8 GOÄ (bei mehr als 25 km Entfernung wäre es die Reiseentschädigung nach § 9 GOÄ). Für die Bemessung des Wegegeldes ist der Entfernungsradius ausschlaggebend (nicht die zurückgelegte Strecke). Das höhere Wegegeld „bei Nacht“ darf zwischen 20 und 8 Uhr berechnet werden.

Werden mehrere Patienten in einer häuslichen Gemeinschaft oder in einem Heim besucht, darf das Wegegeld nur anteilig berechnet werden. Dies gilt auch wenn für den/die weiteren Patienten nicht Nr. 51 GOÄ (Mitbesuch) zum Ansatz kommt.

Der Besuch außer Haus ist auch dann abrechenbar, wenn Sie den Patienten nicht angetroffen haben, z. B. weil er zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebracht wurde. Wichtig dabei ist, dass der Hausbesuch vom Patienten selbst angefordert wurde, oder von jemanden, der in seinem Auftrag handeln darf.

 

Zuschläge beim Hausbesuch

 

Zuschlag E

Der Zuschlag E (9,33 EUR) ist auch für Notdienst anwendbar, egal ob Sie von der Notdienstzentrale oder von Ihrer Wohnung aus aufbrechen.

 

Zuschlag F, G oder H

Machen Sie den Hausbesuch zwischen 20 Uhr und 8 Uhr, können Sie Zuschlag F oder G anrechnen, je nach Uhrzeit. Am Wochenende, also zwischen Samstag 0 Uhr und Sonntag 24 Uhr, und an Feiertagen kann Zuschlag H abgerechnet werden.

 

Kombination der Zuschläge

Zuschlag H ist kombinierbar

-          mit Zuschlag F oder G, je nach Uhrzeit

-          ggf. mit Zuschlag K2 (Kinder bis zum vollendeten 4. Lebensjahr)

Zuschlag E ist nicht kombinierbar mit F bis H.

 

Zuschlag A

Sie haben den Hausbesuch außerhalb der Sprechzeiten getätigt, aber keine der Voraussetzungen für die Zuschläge E ff trifft zu? Dann können Sie Zuschlag A abrechnen, wenn Sie neben der Nr. 50 eine abrechenbare Untersuchung (z. B. Nr. 7 GOÄ) durchgeführt haben. Zuschlag A muss dann zur Nr. 7 GOÄ angerechnet werden (nicht zu Nr. 50). Gleiches gilt für Nr. 4 GOÄ (stattdessen, nicht zusätzlich).

 

Mehrfache Berechnung Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen

 

Pandemiebedingt ist der Besuch beim Arzt oder Therapeuten oft nicht möglich oder zumutbar und auch eine Videoübertragung nicht machbar. Ist die Patientenversorgung dringend erforderlich, kann in diesen Fällen Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen mehrfach, je vollendete 10 Minuten, abgerechnet werden. Diese Regelung gilt vom 01.01.2021 bis 31.03.2021.

Die Abrechnung ist begrenzt auf höchstens dreimal je Sitzung und höchstens vier telefonische Beratungen pro Monat. Uhrzeit und Dauer des Telefonates sowie eine Begründung der Mehrfachberechnung müssen in der Rechnung angegeben werden. Eine gleichzeitige Berechnung des zeitlichen Mehraufwandes durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes ist nicht möglich.

Dies ist eine gemeinsame Abrechnungsempfehlung von Bundesärztekammer (BÄK), Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder.

 

Überblick Abrechnung nach Nr. 245 GOÄ

 

Die BÄK hat Erläuterungen herausgegeben zu den „Abrechnungsempfehlungen zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“.

In dieser Übersicht finden Sie u.a. Erklärungen zur Hygienepauschale selbst, zur Steigerung weiterer Leistungen und psychotherapeutischen Leistungen.

http://bit.ly/BÄK_Erläuterungen_Abrechnungsempfehlung

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der Covis-19-Pandemie:

https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

 


Abrechnungs-Tipps aus unserem Newsletter Januar 2021:

Abrechnung Hygienepauschale bis 31.03.21 verlängert

Durch die Corona-Pandemie entstehen in Ihrer Arztpraxis höhere Hygienekosten. Die Abrechnung dieses Mehraufwands können Sie auch weiterhin nach GOÄ Nr. A245 vornehmen für die “Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie”. Die BÄK und der PKV-Verband haben die entsprechende Abrechnungsempfehlung bis zum 31.03.21 verlängert.

Unverändert sind die Bedingungen für die Liquidation nach GOÄ Nr. A245. Hier das Wichtigste in Kürze:

Wer kann die GOÄ Nr. A245 abrechnen?

Jeder Arzt, der ambulant behandelt. (also nicht nur niedergelassene Ärzte, auch Notärzte und Ärzte, die in Krankenhaus-Ambulanzen tätig sind)

Bei welchen Patienten kann die Hygienepauschale angesetzt werden?

Die Abrechnung ist unabhängig vom Krankheitsstatus bei allen Privatpatienten oder Selbstzahlern möglich, die ambulant behandelt werden.

Wann kann eine Abrechnung nach GOÄ Nr. A245 erfolgen?

Bei jedem unmittelbaren persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patienten im Zusammenhang mit ambulanten ärztlichen Leistungen. (also nicht bei stationärer Behandlung, nicht bei Leistungen, die ausschließlich durch eine(n) MFA erbracht werden).

Wie hoch ist die abrechenbare Gebühr?

Die Liquidation nach GOÄ Nr. A245 erfolgt zum 1,0 fachen Satz in Höhe von 6,41 EUR.

Können andere Leistungen trotzdem gesteigert werden?

Ja, auch bei Berechnung nach GOÄ Nr. A245 können einzelne Leistungen gesteigert werden, wenn die Erschwernisse nichts mit dem Hygiene-Aufwand zu tun haben. Die Hygienepauschale selbst kann nicht gesteigert werden.

 

 

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Exzisionen von kleinen histologisch gesicherten malignen Tumoren am Kopf und an den Händen, die mit chirurgisch-instrumenteller Eröffnung der Haut und/oder Schleimhaut oder mit Wundverschluss von eröffneten Strukturen der Haut und/oder Schleimhaut mindestens in Oberflächenanästhesie einhergehen und gemäß § 115b SGB V

durchgeführt werden, fallen unter die UV-GOÄ 2404.

Bei der Abrechnung der GOÄ-Ziffer 34 gibt es immer wieder Monierungen oder Rückfragen von den Kostenträger. Hier finden Sie die entsprechenden Grundlagen und Tipps zur sachgerechten Abrechnung.

GOÄ-Ziffer 34:       

Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung in unmittelbarem Zusammenhang mit der Feststellung oder erheblichen Verschlimmerung einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung - gegebenenfalls einschließlich Planung eines operativen Eingriffs und Abwägung seiner Konsequenzen und Risiken -; einschließlich Beratung - gegebenenfalls unter Einbeziehung von Bezugspersonen –

(zum 2,3fachen Satz in Höhe von 40,22 €)

Die GOÄ-Ziffer 34 wird häufig von den Kostenträgern aufgrund von diesen Punkten nicht anerkannt:

·         Die Ziffer 34 ist innerhalb von 6 Monaten höchstens zweimal berechnungsfähig.

·         Neben Ziffer 34 sind folgende GOÄ Ziffern nicht berechnungsfähig: 1, 3, 4, 15, 20, 21, 22, 30, 31, 33, 435, 804, 806, 807 - 808, 812, 817, 835, 849, 861 - 864, 870, 871, 886 und 887

·         Es muss in der Leistungslegende der Ziffer 34 eine Mindestdauer von 20 Minuten enthalten sein. (§ 12 Abs. 2 Ziffer 2 GOÄ)

·         Die lebensverändernde oder lebensbedrohliche Erkrankung wurde nicht mit angegeben.

Beispiele zu lebensverändernden Erkrankungen: Allergie, Demenz, Diabetes mellitus, Hypertonie und rheumatische Erkrankungen

Beispiele zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen: Herzinfarkt, Niereninsuffizienz, schwere arterielle Hypertonie und Hepatitis

Tipps:

·         Die Ziffer 34 ist kombinierbar mit den Leistungen 5, 6, 7, 8 und Hausbesuchen.

·         Auch bei der Planung eines Operatives Eingriffs kann die Ziffer 34 angewendet werden.

Beispiele zu einem Operativen Eingriff: Amputationen, komplizierten Frakturen, Malignom-Operation, Bypass-Operation und Hirn-Operation

·         Ergänzen Sie zu der Ziffer 34 immer als Begründung die dazugehörige Diagnose, damit es eindeutig ist.

·         Faktorerhöhung über den Schwellwert (2,3fach) ist möglich bei Besonderheiten mit ausführlicher Begründung. Pauschalbegründungen wie „OP-Aufklärung“ sind nicht möglich. 

Die Digitalisierung für eAU und eRezept bringen viele Probleme mit sich     Eine Online-Umfrage zu eAU und eRezept mit rund 6.000 Arztpraxen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom April hat ergeben das besonders störend die Konnektor- und Programmabstürze, sowie häufige Fehlermeldungen sind.    Viele Arztpraxen würden gerne mehr digital arbeiten, doch die Technik funktioniert vielfach nicht. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass die Ärzteschaft dabei ist, alle Komponenten und Anwendungen einzurichten und zu nutzen, aber vielfach an der Technik scheitert.     eAU   Die eAU wird von über 60 Prozent der Praxen noch nicht eingesetzt, das größte Hindernis sind Probleme mit der Telematikinfrastruktur. Dies stellt einen der Hauptgründe dar, warum sie weiterhin das alte Verfahren nutzen.   Der Digitale Versand der eAU wird immer wieder gestört, nur 30 Prozent der Arztpraxen berichten, dass es bis auf kleine Probleme gut funktioniert. Bei über 60 Prozent war Zeitweise kein digitaler Versand möglich. Hinzukommen die Probleme bei der Erreichbarkeit von IT-Dienstleistern. Es wurde generell ein zu hoher Arbeitsaufwand beklagt.      eRezept   Die Anwendung für die eRezept befindet sich zurzeit noch in einer bundesweiten Testphase, daher konnten bislang nur 7 Prozent der befragten Erfahrungen mitteilen. Bei jedem Zehnten der befragten, habe das Ausstellen der eRezepte bis auf kleinere Probleme funktioniert. Die Praxen berichten auch über Probleme beim digitalen Versand. Die IT-Dienstleister sind schlecht erreichbar. Über 59 Prozent berichten über Probleme mit der Telematikinfrastruktur. Bei 32 Prozent konnten Updates für die eRezepte nicht im Praxisverwaltungssystem installiert werden.   Hinzukommen kommen Schwierigkeiten beim Einlösen der eRezepte in der Apotheke. Bei vielen in der Umgebung sind die Apotheken noch nicht empfangsbereit.  Viele ältere Patienten besitzen kein Smartphone und können deshalb ein eRezept digital nicht nutzen. Der Ausdruck des eRezept erscheint weniger sinnvoll, da es dann nicht digital ist.     Die Einführung von eAU und eRezept wird bis auf Weiteres verschoben   Nach den Umfrageergebnissen wird die KBV erneut an die politischen Entscheider herantreten um Lösungen zu finden. Laut KBV haben bereits die ersten Gespräche stattgefunden. Erst wenn beide Anwendungen fehlerfrei laufen, können sie in den Regelbetrieb gehen. Dazu muss zunächst die Telematikinfrastruktur funktionieren.