Rechnungslegung bzw. Abrechnung durch Privatliquidation nach GOÄ für Ärzte, Arzt-Praxen, Heilpraktiker |  Fotograf Norman Schwarz

Mit einer Privatliquidation fordern Sie als Arzt, Arzt-Praxis, Mediziner, Heilpraktiker, MVZ, Labor oder Zytologe per Abrechnung die Vergütung aus einem Behandlungsvertrag für ihre beruflichen Leistungen ein, d. h. Sie stellen dem Patienten eine Abrechnung über die ärztliche Versorgung. Der dafür verwendete Begriff der Liquidation oder Privatliquidation ist dafür durchaus geläufig. Die privatärztliche Liquidation ist in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sowie der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP) geregelt.

Ihr Vorteil: Rechtskonforme Abrechnung zur Privatliquidation

Eine Abrechnung Ihrerseits als behandelnder Arzt gegenüber dem Versicherten für Leistungen, die Gegenstand der vertragsärztlichen Versorgung sind, also ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich gemäß § 12 SGB V, erfolgt grundsätzlich nicht. Gesetzlich Versicherte können im Zuge der Privatliquidation jedoch statt des Sachleistungsprinzips auch die Kostenerstattung wählen, nach § 13 SGB V Umgekehrt können privat im Basistarif Versicherte mit Ihnen als behandelnden Arzt vereinbaren, dass die Abrechnung direkt mit der privaten Krankenversicherung geregelt wird.

Höhe der Vergütung innerhalb der Privatliquidation

Die Höhe der einzelnen Gebühr bemisst sich nach dem Einfachen bis Dreieinhalbfachen des Gebührensatzes. Innerhalb des Gebührenrahmens sind die Gebühren unter Berücksichtigung der Schwierigkeit und des Zeitaufwandes der einzelnen Leistung sowie der Umstände bei der Ausführung nach billigem Ermessen gemäß § 315 BGB zu bestimmen. Die Gebühren für medizinisch-technische Leistungen bemessen sich nach dem Einfachen bis Zweieinhalbfachen des Gebührensatzes, bei durchschnittlichen Fällen nach dem 1,8fachen des Gebührensatzes. Gebühren für Laborleistungen bemessen sich nach dem Einfachen bis 1,3fachen des Gebührensatzes, bei durchschnittlichen Fällen nach dem 1,15fachen des Gebührensatzes. Wichtig für Sie: Es stellt keinen Fehlgebrauch des Ermessens dar, wenn der Arzt persönlich-ärztliche und medizinisch-technische Leistungen durchschnittlicher Schwierigkeit mit dem jeweiligen Höchstsatz der Regelspanne, also dem 2,3-fachen bzw. dem 1,8-fachen des Gebührensatzes, abrechnet. Ein Überschreiten des 2,3fachen des Gebührensatzes ist nur zulässig, wenn Besonderheiten dies rechtfertigen und muss in der Rechnung für den Zahlungspflichtigen verständlich und nachvollziehbar begründet werden. Das kann unsere Abrechnung für Sie leisten.

Unsere Abrechnungen entsprechen den Bestimmungen der GOÄ und dem UStG

Die Rechnung ambulanter Leistungen muss insbesondere enthalten:

  • das Datum der Erbringung der Leistung,
  • bei Gebühren die Nummer und die Bezeichnung der einzelnen berechneten Leistung einschließlich einer in der Leistungsbeschreibung gegebenenfalls genannten Mindestdauer sowie den jeweiligen Betrag und den Steigerungssatz,
  • bei Entschädigungen den Betrag, die Art der Entschädigung und die Berechnung,
  • bei Ersatz von Auslagen den Betrag und die Art der Auslage.

Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Ausübung der Tätigkeit als Arzt oder Zahnarzt erbracht werden, unterliegen nicht der Umsatzsteuer, gemäß § 4 Nr. 14a UStG . Bei der Ausstellung der Rechnung erübrigen sich insoweit die Angaben gem. § 14 UStG, insbesondere die Angabe einer Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft - wir erledigen die Abrechnung für Sie

Sie als Arzt dürfen zwar nur eigene Leistungen abrechnen, Sie sind jedoch nicht gehindert, die Rechnungsstellung mit Zustimmung des Patienten durch Dritte vornehmen zu lassen. Sie leiten die abrechnungsrelevanten Daten an uns weiter, wir verfügen über ein eigenes Rechenzentrum, eine eigene Poststelle. kümmern uns um alle Formen der Korrespondenz (09_Korrespondenz), arbeiten Ihrem Steuerberater zu und kümmern uns sogar um außergerichtliche Mahnungen bis hin zum Inkasso.

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